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Portugals Stürmerstar: Darum ist Cristiano Ronaldo nicht tätowiert

Jérôme Boateng hat's getan, Frankreichs Doppeltorschütze Giroud und auch Islands Kapitän Aron Gunnarsson: Tattoos sind unter Fußballern fast so wichtig wie Trikots. Nur einer sträubt sich – Portugals Superstar Cristiano Ronaldo. Und das aus gutem Grund.

Cristiano Ronaldo mit freiem Oberkörper.

Ganz natürlich: Portugals Stürmer Cristiano Ronaldo hat sich bislang nicht tätowieren lassen

Trikots, Schuhe und Tattoos: Was auf dem Fußballplatz getragen wird, ist Trend. Auffallend viele EM-Spieler, auch in der DFB-Elf, sind tätowiert: Mesut Özil, Lukas Podolski und auch Abwehrspieler Jérôme Boateng. Letzterer trägt sogar ein ganz besonderes Tattoo: Der 27-Jährige hat sich nach der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien den WM-Pokal auf seinen Unterarm stechen lassen. Darunter prangt in großen Buchstaben das Wort "Maracana" – der Name des Stadions, in dem die DFB-Elf vor zwei Jahren den Titel gewann.

Eine Ausnahme ist dagegen Portugals Stürmerstar Cristiano Ronaldo: Der 31-Jährige besitzt kein einziges Tattoo – und dafür gibt es auch einen Grund, wie der Fußballstar dem italienischen Onlineportal "Diretta" verraten hat: "Ich bin nicht tätowiert, weil ich sonst kein Blut spenden könnte", erklärte der Stürmer gegenüber italienischen Journalisten. Doch warum ist das so?

Wartezeit von vier Monaten nach jeder Tätowierung

Grundsätzlich dürfen natürlich auch tätowierte Menschen Blut spenden. Jedoch entsteht bei jeder Tätowierung eine Wunde in der Haut. Bei diesem Vorgang können Viren wie Hepatitis und HIV übertragen werden, vor allem dann, wenn Hygienestandards nicht eingehalten werden.

Die Krankheitserreger können jedoch erst nach einiger Zeit nachgewiesen werden. Nach Angaben des Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreuzes müssen Blutspender nach einer frischen Tätowierung vier Monate warten, ehe sie sich wieder Blut abnehmen lassen dürfen. Gleiches gilt für gestochene Piercings, Ohrlöcher und auch sogenannte Brandings.

Cristiano Ronaldo wurde bereits im Jahr 2011 zum Blutspender, nachdem er erfahren hatte, dass der Sohn eines Mannschaftskollegen an einer Knochenmarkskrankheit leidet. Der 31-jährige Stürmer, der kommenden Mittwoch im EM-Halbfinale gegen Wales spielen wird, ist auch Botschafter des Schweizer Blutspendedienstes. In einem gemeinsamen Werbevideo macht der Fußballstar auf das Thema aufmerksam: "Geht Blut spenden. Ihr könntet Leben retten."

Witziger Werbespot: So ist das Leben als Ronaldo


ikr

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