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Allergische Reaktion: Junge inhaliert Fischdämpfe aus der Küche - und stirbt

Er war zu Besuch bei seiner Oma, die Fisch zubereitete: In den USA ist ein elfjähriger Junge gestorben, nachdem er Küchendämpfe eingeatmet hatte. Der Junge litt an einer bekannten Allergie gegen Meeresfrüchte.

Ein Stück Kabeljau brät in einer Pfanne

In seltenen Fällen kann der Dampf von bratendem oder kochendem Fisch allergische Reaktionen auslösen

Getty Images

Tragisches Ende eines Familienbesuchs: Ein elfjähriger Junge ist im US-Bundesstaat New York gestorben, nachdem er die Dämpfe von kochendem Essen aus der Küche eingeatmet hatte. Wie die "Washington Post" berichtet, litt das Kind an einer bekannten Allergie gegen Meeresfrüchte und war mit seinem Vater zu Besuch bei der Großmutter. Diese bereitete in der Küche Kabeljau zu. Im Laufe des Besuchs habe das Kind plötzlich angefangen zu niesen.

Für Fälle wie diesen hatte die Familie ein Asthmaspray dabei. Allerdings schien das Gerät dieses Mal nicht zu funktionieren. Der Junge konnte das Spray offenbar nicht richtig einatmen. Wie der Vater der "Washington Post" berichtet, habe die Familie umgehend den Rettungsdienst alarmiert. Im Krankenhaus konnte jedoch nur noch der Tod des Kindes festgestellt werden.

Ein Sprecher der New Yorker Gesundheitsbehörde bestätigte den Todesfall gegenüber der Zeitung, betonte aber, dass die Todesursache des Jungen noch nicht abschließend geklärt sei. Nach Angaben des Vaters habe das Kind eine schwere allergische Reaktion entwickelt, nachdem es die Fischdämpfe eingeatmet hatte.

Sehr empfindliche Menschen können bereits auf Fischdampf reagieren 

"Allergische Reaktionen auf Fisch werden hauptsächlich von einer bestimmten Sorte Eiweiß verursacht: den Parvalbuminen", berichtet Professor Torsten Zuberbier, Leiter des Allergie-Centrum-Charité in Berlin in einem ECARF-Faktenblatt. Vor allem Fische mit weißem Muskelgewebe enthalten viele Parvalbumine. Die Stoffe gelten als relativ hitzebeständig - sowohl roher als auch gekochter Fisch kann demnach allergische Symptome auslösen.

"Während eine allergische Reaktion meistens über Fischverzehr ausgelöst wird, entwickeln sehr empfindliche Menschen bereits allergische Beschwerden, wenn sie den Dampf eines Fischgerichts einatmen. Auch das Inhalieren von Staub getrockneter Fische oder der Hautkontakt, zum Beispiel bei der Fischverarbeitung, kann eine Allergie verursachen", so Zuberbier weiter.

Es sei möglich, dass Menschen durch das Einatmen von Fischdämpfen allergische Symptome entwickeln, bestätigt auch Adela Taylor, Allergieexpertin der Mayo Clinic in Eau Claire, gegenüber der "Washington Post". Allerdings seien diese Fälle "sehr selten". 

Symptome einer Fisch-Allergie

Fisch zählt zu den Lebensmitteln, die besonders häufig Nahrungsmittelallergien auslösen. In Europa reagieren etwa 0,1 Prozent der Bevölkerung allergisch auf Fisch. Die Symptome können sehr unterschiedlich ausfallen und reichen von einem Kribbeln im Mund- und Rachenraum, Asthma bis hin zu schwerer Atemnot und einem Kreislaufstillstand (anaphylaktischer Schock). Unter Umständen ist auch die Haut beteiligt, sie juckt und rötet sich. Andere Betroffene entwickeln Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall.

Fischallergiker müssen bekannte Auslöser meiden. Welche das im Einzelfall sind, sollte in enger Absprache mit einem Allergologen bestimmt werden. Liegt eine schwere Fischallergie vor und besteht das Risiko eines anaphylaktischen Schocks, müssen Betroffene stets ein Notfallset bei sich führen. Es enthält einen Adrenalinautoinjektor, ein Kortikosteroid und ein Antihistaminikum.

ikr

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.