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Getrübter Badespaß: Das Schwimmbad riecht nach Chlor? Das hat einen widerlichen Grund

Sonnenschein und warme Temperaturen: Teile Deutschlands stehen vor einem sommerlichen Wochenende. Zur Abkühlung geht es für viele ins Freibad. Doch nicht jedes Becken ist sauber. So erkennen Sie die schwarzen Schafe unter den Schwimmbädern.

Schwimmbad riecht nach Chlor: Eine Frau schwimmt in einem Pool

Schwimmen verschafft Abkühlung. Aber sind Wasser und Becken auch wirklich sauber?

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Tipp 1: Das Schwimmbad müffelt stark nach Chlor

Jeder kennt ihn, niemand mag ihn: den starken Chlorgeruch, der einem manchmal schon beim Betreten des Freibades um die Nase weht. Tatsächlich hat der Muff einen ekligen Hintergrund: Chlor ist eine an sich geruchlose Chemikalie, die zur Wasserdesinfektion eingesetzt wird. Erst in Kombination mit Harnstoff - also Urin - entsteht aus Chlor Trichloramin. Und das müffelt. Dabei gilt die Faustregel: Je stärker der typische Schwimmbadgeruch, umso mehr Pipi befindet sich im Schwimmbecken.

Schädlich ist der Geruch in der Regel zwar nicht. Zu viel Trichloramin im Wasser kann jedoch zu Atemnnot bei Asthmatikern führen und die Augen reizen.

Tipp 2: Die Augen sind nach dem Schwimmen feuerrot

Nein, nicht das Chlor im Wasser ist Schuld an den roten Augen nach dem Schwimmen. Vielmehr sind es die Stoffe, die entstehen, wenn das Chlor mit Urin, Schweiß und anderen Schmutzpartikeln im Wasser reagiert. Sie reizen die Schleimhäute und können dazu führen, dass sich die Augen beim Schwimmen röten.

Brennen die Augen beim Schwimmen, tränen sie sogar und beginnen zu jucken, sollten Sie das Becken besser verlassen. In der Regel verschwinden die Symptome nach einigen Stunden. Halten Sie dagegen über einen längeren Zeitraum an und verschlimmern sich im Laufe des kommenden Tages sogar noch, sollten Sie vorsorglich zum Augenarzt gehen. Unter Umständen hat das Badewasser dann Bakterien oder einen Fremdkörper ins Auge gespült.

Tipp 3: Das Wasser wirkt trüb und milchig

Trübes Wasser im Schwimmbecken kann verschiedene Gründe haben - viele davon sind harmlos, aber unappetitlich. So können sich Staub, Pollen und Rückstände von Sonnencremes im Wasser befinden. Möglicherweise ist die Filteranlage des Beckens defekt. Weisen Sie den Schwimmbadbetreiber auf jeden Fall darauf hin, wenn Sie den Eindruck haben, das Wasser sei auffällig trüb oder schmutzig.

Tipp 4: Die Filteranlagen machen einen schlechten Eindruck

Prüfen Sie den Bodenablauf und die Einlaufdüsen des Beckens. Die Abflüsse und Einläufe können Hinweise auf den Zustand der Filteranlage liefern. Wirken sie schmutzig oder rostig, sollten Sie das dem Schwimmbadbetreiber melden. Auch lose Klappen und fehlende Abdeckungen gehören umgehend gemeldet, da sie zu Badeunfällen führen können.

Tipp 5: Der Boden ist glitschig

Ein rutschiger, glitschiger Film auf dem Schwimmbadboden oder den Beckenwänden liefert Hinweise auf Bakterien im Becken und entsteht, wenn die Desinfektion des Wassers einmal nicht ausreichend war. Der rutschige Film kann auch zu Badeunfällen führen, etwa wenn Kinder am Beckenrand abrutschen. Wichtig daher: schnell dem Badepersonal melden.

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ikr
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