Corona-Sommerwelle Augenrollen, Anspruchsdenken und Ausnahmezustand: Ein Rettungssanitäter über seinen Alltag

Luis Teichmann
Rettungssanitäter Luis Teichmann: "Seit Beginn der Pandemie hat sich das Anspruchsdenken der Menschen stark gewandelt"
© privat
In der Sommerwelle sind die Infektionszahlen mit dem Coronavirus weiterhin hoch, trotz milder Temperaturen. Hier schildert der Kölner Rettungssanitäter Luis Teichmann, 26, was das in Kombination mit dem Fachkräftemangel für seinen Alltag bedeutet. 
Aufgezeichnet von Ilona Kriesl

Bei den allermeisten unserer Patientinnen und Patienten ist Corona eine Nebendiagnose, das heißt, sie sind zwar infiziert, haben sich aber zum Beispiel verletzt oder sind auf andere Weise erkrankt und rufen deswegen bei der 112 an. Oft bekommen wir über Funk auch nachträglich den Hinweis: "Achtung, Euer Patient, den Ihr eben gefahren habt, hatte Corona." Wir testen selbst nicht auf das Virus, das wird in der Klinik gemacht. Für mich macht es aber ohnehin kaum einen Unterschied, ob eine Infektion vorliegt oder nicht. Geschützt bin ich ja, die FFP2-Maske ist Standard bei jedem Einsatz. Auch angesteckt im Dienst habe ich mich bisher nicht, obwohl wir viele Kontakte haben.


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