VG-Wort Pixel

Studie zu Jugendlichen und Verhütung Sie wissen nicht, was sie tun


Selbst in aufgeklärten Gesellschaften ist es mit der Aufklärung weit her. Jugendliche scheinen heute weitaus weniger über Geschlechtskrankheiten und Verhütung zu wissen, als man gemeinhin annehmen möchte. Eine Studie liefert ernüchternde Ergebnisse.

Die Zahl der Jugendlichen, die ungeschützten Sex haben, ist einer Studie zufolge sowohl in Europa als auch in Entwicklungsländern alarmierend hoch. Insgesamt seien in 25 Ländern 5253 Jugendliche im Auftrag der Stiftung Weltbevölkerung und zehn anderer Organisationen weltweit von der GfK Healthcare befragt worden, teilte ein Sprecher der Stiftung mit. In Europa hätten 42 Prozent der befragten Jugendlichen angegeben, ungeschützten Sex zu haben. Am höchsten war die Zahl in Thailand: Dort sagten 62 Prozent der Jugendlichen, dass sie keine Verhütungsmittel benutzen.

Viele junge Menschen wüssten nicht genug über effektive Verhütungsmethoden, so die Stiftung. Nur etwas weniger als die Hälfte der befragten europäischen Jugendlichen hielt sich bei den verschiedenen Verhütungsmöglichkeiten für sehr gut informiert. In Kenia und Uganda seien es sogar weniger als ein Viertel.

Todesurteil Risiskoschwangerschaft

Die Studie mache klar, dass junge Menschen bessere Aufklärung brauchten, um sich vor ungewollten Schwangerschaften und Aids schützen zu können, sagte die Geschäftsführerin der Stiftung Weltbevölkerung, Renate Bähr. "Gerade die Jugend ist von den gesundheitlichen Risiken durch fehlende Verhütung, wie HIV/Aids, besonders betroffen. Zudem sind Komplikationen bei der Schwangerschaft oder Geburt in Entwicklungsländern die Haupttodesursache für Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren."

Die Studie wurde anlässlich des Weltverhütungstages am 26. September in Auftrag gegeben. Die GfK Healthcare hatte die Jugendlichen im April und Mai dieses Jahres befragt

ono/DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker