HOME

Procter & Gamble-Chef warnt: "Tide Pod Challenge": Diese Mutprobe kann Jugendliche das Leben kosten

Jugendliche zerbeißen Waschmittelkapseln und prahlen damit im Internet: Im Netz kursieren Videos der sogenannten "Tide Pod Challenge". David Taylor, Chef von Procter & Gamble, warnt nun eindringlich vor dem gefährlichem Hype.

Tide Pods

In den USA verkauft Procter & Gamble Waschmittelkapseln unter den Namen "Tide Pods"

Es ist ein gefährlicher Irrsinn, der derzeit im Netz die Runde macht: Jugendliche stecken sich Waschmittelkapseln in den Mund, lutschen daran oder zerbeißen sie. Die Videos der sogenannten "Tide Pod Challenge" landen im Anschluss im Netz und verbreiten sich über die sozialen Medien. Für die Kids ist es eine Art Mutprobe, von der sie sich Likes und Anerkennung erhoffen. David Taylor, Chef von Procter & Gamble, warnt jedoch eindringlich vor dem Netz-Hype. Im schlimmsten Fall, so Taylor, könne er das Leben von Jugendlichen gefährden. P & G vertreibt unter dem Namen "Tide" in den USA Waschmittelkapseln.

"Ich bin selbst Vater und es beunruhigt mich extrem, jungen Menschen dabei zuzusehen, wie sie sich selbst Schaden zufügen, indem sie größere Mengen Zimt einnehmen oder an der 'Tide Pod Challenge' teilnehmen", schreibt Taylor in einer Mitteilung, die Anfang der Woche veröffentlicht wurde. Die Challenge könne die Träume junger Menschen zerstören - "und nicht zuletzt ihre Gesundheit". 

"Tide Pod Challenge" kann tödlich enden

Nach Angaben des US-Verbands der Giftnotrufzentralen gab es seit Jahresbeginn 86 "absichtliche Kontakte" von Jugendlichem mit dem Waschmittel. Die Teenager wurden in Notaufnahmen behandelt. Die Waschmittel-Challenge könne zu Anfällen, Lungenödemen, Atemstillstand, Koma und sogar zum Tod führen, warnte der Verband. "Wir können nicht oft genug sagen, wie gefährlich das für die Gesundheit ist."

P & G will nun nach eigenen Angaben Videos aus dem Netz löschen lassen, "die dieses schädliche Verhalten glorifizieren". Dafür arbeite man eng mit den Betreibern sozialer Netzwerke zusammen. Auf den Verpackungen des Waschmittels würden bereits Warnhinweise stehen. Ein "absichtlicher Missbrauch" kann dadurch jedoch nicht verhindert werden, erklärt Taylor.

Er appelliert an Eltern, mit Jugendlichen über die Gefahren der "Tide Pod Challenge" zu sprechen: "Sagt den jungen Menschen in eurem Umfeld, dass ihr Leben und ihre Gesundheit mehr zählen als Clicks, Views und Likes. Bitte helft ihnen zu verstehen, dass dies nicht zum Lachen ist."

Ungesunder Netztrend: Diese "Maiskolben-Challenge" geht total schief - schon wieder


ikr, mit Agenturmaterial
Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity