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Vogelgrippe: Frankreich gibt Entwarnung

Erleichterung in Frankreich: Der erste Verdacht auf Vogelgrippe bei einer Französin hat sich nicht bestätigt. Die Frau hatte nach einer Türkei-Reise Symptome einer Infektion mit dem gefährlichen H5N1-Virus gezeigt. Tests verliefen aber negativ.

Frankreich hat nach dem Aufkommen eines Vogelgrippe-Verdachtsfalls am Sonntag Entwarnung gegeben. Das Gesundheitsministerium teilte am Abend mit, bei der betroffenen Krankenhaus-Patientin in Montpellier seien mehrere Tests negativ ausgefallen. Die Frau war offiziellen Angaben zufolge erst kürzlich aus der Türkei zurückgekehrt, wo die Krankheit in vielen Gegenden grassiert. Sie habe habe allerdings die Mittelmeer-Region Tarsus besucht, aus der bislang keine Krankheitsfälle gemeldet worden seien.

Mehrere Dutzend Verdachtsfälle getestet

Angesichts ihrer Symptome und ihrer vorangegangenen Reise hatte das Nationale Institut für Gesundheitsschutz beschlossen, den Fall als mögliche Infektion mit der Vogelgrippe einzustufen. Wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums mitteilte, wurden in Frankreich bereits mehrere Dutzend Grippe-Patienten auf Vogelgrippe getestet. Sie alle hätten von der Tierseuche betroffene Regionen besucht.

Im vergangenen Jahr war bei drei Einwohnern der zu Frankreich gehörenden Insel La Reunion östlich von Madagaskar ein Verdacht auf eine H5N1-Infektion bekannt geworden, der sich aber nicht bestätigte. In der Türkei wurden bislang 21 Menschen positiv auf den Erreger der Vogelgrippe getestet, vier Kinder erlagen der Krankheit. Die türkischen Behörden meldeten Ausbrüche der Vogelgrippe bei Geflügel in 26 Provinzen.

US-Expertenteam bereist betroffene Regionen

Mehrere Grippe-Experten aus den USA besuchten am Sonntag die türkische Stadt Van, in der die vier Kinder starben und wo derzeit vier weitere wegen einer H5N1-Infektion behandelt werden. In den kommenden Tagen sollte das Team nach Aserbaidschan, Georgien und Armenien weiterreisen.

mit AP, DPA / DPA
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