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Berlinale: Das sind die Filme der 69. Ausgabe

17 Filme gehen ab dem 7. Februar ins Rennen um den Goldenen Bären der Berlinale. Zu sehen gibt es aber natürlich noch viel, viel mehr.

Der Berlinale-Film "Der Goldene Handschuh" von Fatih Akin erforscht die tiefsten menschlichen Abgründe

Der Berlinale-Film "Der Goldene Handschuh" von Fatih Akin erforscht die tiefsten menschlichen Abgründe

Vom 7. bis 17. Februar weht wieder ein satter Hollywood-Wind durch die deutsche Hauptstadt. Zur 69. Ausgabe der Berlinale drücken sich aber nicht nur nationale und internationale Stars die Veranstaltungs-Klinke in die Hand. Es gibt natürlich vor allem für die angereisten Cineasten vielversprechende Werke aus allen Herrenländern zu bestaunen. Hier eine Auswahl der wichtigsten Filme im und außerhalb des Wettbewerbs um den Goldenen Bären.

Im Wettbewerb

Wie jedes Jahr tummeln sich unter den Teilnehmern im Wettbewerb einige Exoten. So geht mit "Öndög" beispielsweise ein Film aus der Mongolei ins Rennen um den Goldenen sowie sieben Silbernen Bären. Auch zwei Werke aus der Volksrepublik China sind dabei. Die meisten der 17 Kandidaten sind aber europäische Produktionen oder zumindest Koproduktionen. So etwa der dänisch-kanadische Streifen "The Kindness of Strangers" von Lone Scherfig, dem dieses Jahr die Ehre zuteil wird, als Eröffnungsfilm zu fungieren.

Deutschland ist bei vier Filmen beteiligt. So wird Fatih Akin mit seiner Verfilmung von Heinz Strunks Bestseller namens "Der Goldene Handschuh" für viel Gesprächsstoff bei der Jury um die diesjährige Präsidentin Juliette Binoche sorgen. Für Zartbesaitete ist die Geschichte über den Serienmörder Fritz Honka (Jonas Dassler) jedenfalls nichts.

Weitere teils deutsche Produktionen sind "Systemfehler" von Nora Fingscheidt, "A Tale of Three Sisters" (mit Türkei, Niederlande, Griechenland), sowie "Ich war zuhause, aber" (mit Serbien). Eine skandinavische Koproduktion ("Out Stealing Horses") führt derweil Hollywood-Star Stellan Skarsgård in den Wettbewerb und nach Berlin. Und aus Österreich tritt Regisseurin Marie Kreutzer mit "Der Boden unter den Füßen" an.

Außer Konkurrenz

Die ganz große internationale Starpower fehlt dieses Jahr im Wettbewerb etwas, hier "entschädigen" die Streifen außer Konkurrenz aber. So ist alleine die Besetzung der rabenschwarzen Filmbiografie "Vice - Der zweite Mann" über Vize-Präsident Dick Cheney ausreichend, um gefühlt halb Hollywood in die Hauptstadt zu führen - von Oscar-Flair ganz zu schweigen. So sind Hauptdarsteller Christian Bale sowie Film-Frau Amy Adams und Bush-Darsteller Sam Rockwell allesamt für einen Goldjungen nominiert.

Und auch ein zweiter der insgesamt sechs Filme außer Konkurrenz hat eine namhafte Besetzung: In "The Operative", der bei der Berlinale seine Premiere feiert, spielt neben Diane Kruger auch "Hobbit"- und "Sherlock"-Star Martin Freeman mit.

Kurz und knackig

Sowohl ein Goldener als auch ein Silberner Bär stehen auch noch bei den Kurzfilmen in der Vergabe. Dieses Jahr befinden sich 24 Filme aus 17 Ländern mit einer Laufzeit von maximal 30 Minuten im Wettbewerb. Traditionell sind in dieser Kategorie die großen Namen nicht zu finden.

Das sieht in der "Panorama"-Sektion des Festivals anders aus, 2019 vor allem auf dem Regiestuhl. So wird sich unter insgesamt 45 Werken auch die zweite Regiearbeit von Casey Affleck namens "Light of My Life" befinden, bei der er auch die Hauptrolle innehat. Und auch Jonah Hill steht mit "Mid90s" parat - für ihn ist es das Regiedebüt. Ausschließlich vor der Kamera gibt es beim "Panorama" dagegen Lars Eidinger in "All My Loving" zu sehen.

In den Veranstaltungstagen von 7. bis 17 Februar gibt es zudem noch Filme aus den Sektionen "Forum", "Retrospektive", "Generation", "Berlinale Special" und "Perspektive Deutsches Kino" zu sehen. Unter "Berlinale Special Series" wird seit 2015 außerdem das erstarkte Serienfach abgedeckt. Insgesamt werden es dieses Jahr 400 Filme sein, die bei der Berlinale laufen.

SpotOnNews