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Jahresabschlussbericht Einnahmen durch Rundfunkgebühren 2019: acht Milliarden Euro

Überweisungsschein für den Rundfunkbeitrag
Der monatlich zu zahlende Rundfunkbeitrag liegt bei 17,50 Euro. Zum Jahreswechsel könnte es zu einer Erhöhung kommen.
© Nicolas Armer / DPA
Der Jahresabschlussbericht des ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice liegt vor. Die Beitragszahlungen sind konstant gegenüber dem Vorjahr. Die Auswirkungen von Corona und einer Regelung zur Abmeldung von Zweitwohnungen sind noch unklar.

Im Jahr 2019 lagen die Erträge aus dem Rundfunkbeitrag bei rund 8 Milliarden Euro. Nach der rückläufigen Entwicklung der Jahre 2015–2017 blieben die Erträge damit auf Vorjahresniveau. Der Meldedatenabgleich sicherte die Zahl der zum Rundfunkbeitrag angemeldeten Wohnungen und sorgte für Beitragsgerechtigkeit. Der Beitragsservice baute seine digitalen Services weiter aus. Ein neues Online-Befreiungsverfahren für Inhaber von Nebenwohnungen ging im November 2019 an den Start. 

Die Zahl der Personen, die aus sozialen Gründen von der Rundfunkbeitragspflicht befreit waren, ist im Berichtsjahr vorübergehend gesunken. Sie lag zum 31. Dezember 2019 bei rund 2,7 Millionen – rund 12,3 weniger als ein Jahr davor. Ursache hierfür waren ausgelaufene Befreiungen in der zweiten Jahreshälfte. Die Corona-Pandemie könnte allerdings zu einem Anstieg der Befreiungen aufgrund des Bezugs von Sozialgeld oder Arbeitslosengeld führen. 

Im Laufe des Jahres 2020 werden sich die Auswirkungen von Corona zeigen

Die konkreten Folgen für die Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag sind noch nicht absehbar. "Wir können es aktuell noch nicht einschätzen. Wir wissen, dass es Auswirkungen geben wird", sagte der Leiter des Kundenmanagements und Berichtswesens beim ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice, Bernd Roßkopf. Eine Prognose, wie viele Freistellungen es von der Beitragszahlung durch die Krise geben könnte, sei noch unklar. Insbesondere von Privatleuten habe es bereits Anfragen gegeben. "Hier bewegen wir uns noch in einer niedrigen fünfstelligen Größenordnung", sagte Roßkopf zu den Anfragen.

Der Rundfunkbeitrag ist die Haupteinnahmequelle für ARD, ZDF und Deutschlandradio. Der monatliche Beitrag liegt derzeit bei 17,50 Euro. Die Ministerpräsidenten haben beschlossen, dass der Beitrag auf 18,36 Euro steigen soll. Die dafür notwendige Zustimmung in allen Länderparlamenten steht aber noch aus. Die Beitragserhöhung könnte zum 1. Januar 2021 kommen, damit würde der Betrag erstmals seit 2009 wieder steigen.

las DPA

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