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Anti-AfD-Song: Enissa Amani wehrt sich gegen rechte Hetze - und kündigt Spende an

Enissa Amani kommt nicht zur Ruhe. Auf Instagram dokumentierte sie rassistische Anfeindungen, die sie erhalten hat - und kündigte an, Einnahmen aus ihrem Anti-AfD-Song zu spenden.

Enissa Amani veröffentlicht Song gegen AfD-Politiker Andreas Winhart

Enissa Amani veröffentlicht Song gegen AfD-Politiker Andreas Winhart

Picture Alliance

Noch immer arbeitet sich Enissa Amani auf Instagram und Facebook an den Folgen ihres Streits mit der Journalistin Anja Rützel ab. Die hatte am vergangenen Freitag auf "Spiegel-Online" eine wenig schmeichelhafte Kritik ihres Auftritts bei den About You Awards verfasst - woraufhin sich Amani auf ihrem Instagram-Account über Rützel beklagte. In der Folge wurde Rützel von Amani-Anhängern in den sozialen Medien beschimpft.

Während Rützel seit Tagen in dieser Angelegenheit schweigt, arbeitet sich die Comedienne weiter an der Debatte ab. Dass sie mit ihren Beiträgen das Kesseltreiben gegen die TV-Kritikerin erst initiiert hat, dazu schweigt sie sich allerdings aus.

Enissa Amani wehrt sich gegen Anfeindungen

Stattdessen wechselt sie das Thema und weist auf die rassistischen Anfeindungen hin, die sie in den vergangenen Tagen verstärkt erhalten hat. Als Beleg hat sie in ihrer Insta-Story einige Zuschriften abgebildet, in denen sie unter anderem aufgefordert wird, das Land zu verlassen.

Die Hetze, die Amani ertragen muss, ist in der Tat skandalös - hier verdient sie Solidarität und Beistand. Allerdings fällt auf, dass sich die Comedienne hier ausschließlich als Opfer sieht und nach wie vor im Umgang mit den Medien nichts falsch gemacht haben will. 

Einnahmen aus dem Anti-AfD-Song

Auf Instagram bekräftigte sie die Ankündigung, die Einnahmen ihres Songs "FCK DIE AFD" zu spenden. Sie wolle alle Erlöse aus dem Track nach Ablauf von vier Wochen verdoppeln und Antirassismus-Projekten zugute kommen lassen. In dem Anfang April veröffentlichten Stück beschimpft sie auf Autotune die AfD, insbesondere das Parteimitglied Andreas Winhart auf unflätigste Art. Sie protzt aber auch - in bester Gangster-Rapper-Manier - mit ihrem Einkommen: "Meine Netflix-Gage ist dein ganzer Lebenslohn", hält sie Winhart vor. Egal wie man zu Amani steht: Es hat schon überzeugendere Argumente gegen die AfD gegeben.

Auf Spotify wurde der Song bislang 123.000 Mal abgespielt. Auch auf Youtube hat er nur so gerade die Marke von 100.000 Abrufen übertroffen. Allzu viel Geld dürfte auf diese Weise also nicht zusammenkommen. Aber das Bemühen ist da. Amani meint es Ernst mit ihrem Engagement gegen Rechts. 

Das kann man anerkennen und sie dafür loben. Kritik an ihrem Umgang mit der Journalistin Anja Rützel darf man trotzdem äußern.

Enissa Amani
che