HOME

Erika Fuchs: Donalds Übersetzerin ist tot

Sie hat Micky Maus, Donald Duck und den Panzerknackern die witzigen deutschen Sprüche in den Mund gelegt, die oft Kultstatus erlangten: Erika Fuchs ist im Alter von 98 Jahren gestorben.

Die weltberühmten Comic-Helden aus Entenhausen scheinen unsterblich zu sein. Die Frau, die ihnen die deutsche Sprache für ihre Sprechblasen beibrachte, ist nun gestorben: Wie bekannt wurde, verstarb Erika Fuchs, die 1951 Chefredakteurin der damals neu gegründeten deutschen "Micky Maus" wurde, am Freitag im Alter von 98 Jahren in München. Über 40 Jahre lang hat die promovierte Kunsthistorikerin die Geschichten von Donald Duck, seinem reichen Geldonkel Dagobert, Micky Maus, dem genialen Erfinder Daniel Düsentrieb und allen anderen Bewohnern dieses Parallel-Universums übersetzt.

"Intelligente und gehobene Sprachebene"

Immerhin schon 44 Jahre war Fuchs alt, als sie die Bekanntschaft mit der wohl berühmtesten Ente der Welt, Donald Duck, machte. Quäkend und polternd drängte sich der Erpel im Matrosenkostüm in das Leben der Frau, die nach ihren eigenen Worten bis dahin "noch nie ein Comic-Heft in der Hand gehabt" hatte. Sie erkannte rasch, wie wichtig es war, die Erlebnisse und Eskapaden der in der Walt-Disney-Werkstatt geschaffenen Figuren sorgfältig in eine gute Sprache zu übersetzen, wie es aus dem Berliner Ehapa-Verlag hieß, in dem die nach wie geliebten Hefte erscheinen. "Es ist nicht zuletzt der gelungenen Sprachartistik von Fuchs zu verdanken, dass die 'Micky Maus' so rasch in Deutschland heimisch wurde. Mit witzigen, geistreichen Dialogen deutschte sie die Geschichten nicht nur ein, sondern gab ihnen eine zugleich intelligente und gehobene Sprachebene mit auf den Weg", heißt es im Nachruf des Verlags.

Comicfans wissen, dass die Fuchs-Texte eigentlich keine Übersetzungen, sondern Adaptionen gewesen sind. Im Gegensatz zum amerikanischen Original gibt sie jeder Ente auch eine eigene Art zu sprechen. Donald etwa zitiert Klassiker als Ausgleich für sein lädiertes Ego, die Neffen plappern in nicht ganz vollständigen Kindersätzen und benutzen Teenager-Slang. Onkel Dagobert dagegen schwelgt in Zitaten. Ganz so, wie alte, wohlerzogene Herren es eben gerne machen.

Donald als Lieblingsente

So schwelgte sie beim Texten - bei passender Gelegenheit - in korrekten Konjunktiven, Genitiven und Dativen. Die profunde Kennerin der deutschen Klassiker ist der Überzeugung: "Man kann gar nicht gebildet genug sein, um Comics zu übersetzen." Dabei sind Klassiker für sie keine toten Sprachfossilien, sondern immer lebendiger Bestandteil ihrer Welt. "Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern, in keiner Not uns waschen und Gefahr", geloben sich Donalds Neffen Tick, Trick und Track frei nach Schiller. Während es Worte wie "klirr" und "bums" bereits gab, schuf sie etwa mit "seufz", "grübel" oder "schnorch" völlig neue Verben, die inzwischen bei alten und jungen Entenhausen-Freunden Kultcharakter erreicht haben.

Und sie setzte auch Wortschöpfungen anderer Dichter ein. Das von Wilhelm Busch geschaffene „Klickeradoms“ etwa ist bei Donald das sehr spezielle Geräusch, das entsteht, wenn eine mit Glühbirnen und Flaschen gefüllte Blechwanne zu Boden geworfen wird. Donald Duck, der liebenswerte Pechvogel und Choleriker war ihre Lieblingsente, gerade weil er nicht immer alles so hinbekam wie sein oftmals etwas oberlehrerhaft wirkender Freund Micky.

"Verwandte Seelen in humoris causa"

Ihr liebster Zeichner war der vor einigen Jahren verstorbene Carl Barks, dem sicher die schönsten Comic-Bilder aus Entenhausen zu verdanken sind. Von 1972 bis 1988 übersetzte Erika Fuchs ausschließlich nur noch Comics von Barks. Erst als ihr Augenlicht nachließ und sie die Übersetzerarbeit ganz aufgab, trafen sich die beiden laut Verlag "verwandten Seelen in humoris causa". Das war 1994. Vier Jahre später erhielt sie den Deutschen-Fantasy-Preis, danach weitere literarische Auszeichnungen.

Nun ist die Grande Dame der deutschen Comics, die in der Stadt der Ducks ebenso zu Hause war wie in internationaler Literatur und deutschem Kulturgut, tot. Viele Comicfans sind darüber traurig. Auch D.O.N.A.L.D., die deutsche Organisation der nichtkommerziellen Anhänger des lauteren Donaldismus, ist betroffen. "Wenn es in Entenhausen einen Friedhof geben würde, Erika Fuchs müsste dort beerdigt werden", meinte ein Mitglied der bundesweiten Organisation.

Am gleichen Tag wurde auch bekannt, dass der Disney-Künstler Romano Scarpa, der über 50 Jahre als Comic-Zeichner für die Micky-Maus-Hefte arbeitete, am vergangenen Samstag in Spanien im Alter von 77 Jahren gestorben ist. Er hatte die Disney-Heftchenwelt durch neue Schöpfungen bereichert wie Atömchen und Gitta Gans.

DPA/AP / AP / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(