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Bester Hauptdarsteller: Oscar-Rekord für Daniel Day-Lewis

Es ist sein dritter Oscar als Hauptdarsteller - das hat noch keiner vor ihm geschafft. Daniel Day-Lewis siegt als Präsident Lincoln in Steven Spielbergs neustem Film.

Mit seiner Darstellung des legendären US-Präsidenten Abraham Lincoln hat Daniel Day-Lewis als erster Schauspieler zum dritten Mal den Oscar für die beste Hauptrolle gewonnen. Day-Lewis setzte sich gegen Bradley Cooper ("Silver Linings Playbook"), Hugh Jackman ("Les Misérables"), Joaquin Phoenix ("The Master") und Denzel Washington ("Flight") durch. D

Der 55-Jährige hat vor allem ein Markenzeichen: Bis zur Erschöpfung bereitet er sich auf seine Rollen vor. Er lässt kaum eine Möglichkeit aus, um so glaubhaft wie möglich seine Figuren zu verkörpern. In Steven Spielbergs "Lincoln" überzeugt er als Präsident, der mit allen Mitteln die Sklaverei abschaffen will.

Für seine Rolle des verkrüppelten irischen Künstlers und Schriftstellers Christy Brown in dem Film "Mein linker Fuß" (1989) soll Day-Lewis selbst monatelang nur mit einem Fuß geschrieben, getippt und gemalt haben. Für diese Leistung erhielt er einen Oscar. Es folgte der zweite für seine Rolle als krankhaft raffgieriger Ausbeuter in dem düsteren Öldrama "There Will Be Blood" (2007).

Durchbruch mit "Der letzte Mohikaner"

Der 1957 in London geborene Day-Lewis war schon als Schüler von der Schauspielerei "als perfekter, einziger der Flucht offenstehenden Welt" fasziniert. Er spielte in Schulaufführungen mit und erhielt als Zwölfjähriger seine erste Filmrolle in John Schlesingers "Sunday, Bloody Sunday". Begeisterte Kritiken erntete er für seine Rolle in dem Schwulenfilm "Mein wunderbarer Waschsalon" (1985). Darauf folgten "Zimmer mit Aussicht" und "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins".

Endgültig als internationaler Star etablierte sich Day-Lewis mit der Hauptrolle in "Der letzte Mohikaner" (1992). Zuvor hatte er Überlebenstechniken trainiert und mit historischer Ausrüstung die Jagd und den Bau von Kanus trainiert.

Daniel Day-Lewis ist seit 1996 mit der Filmemacherin Rebecca Miller verheiratet, der Tochter des amerikanischen Autors Arthur Miller. Das Paar hat zwei Söhne. Aus seiner Beziehung zu der Schauspielerin Isabelle Adjani hat er bereits einen Sohn.

DPA/AFP / DPA