HOME

Stern Logo Filmfestival in Cannes

Cannes 2015 - Tag 7: Ohne High Heels kein roter Teppich

Cannes hat endlich seinen Skandal. Und dabei geht es um blanken Sexismus auf zwölf Zentimetern. Am Morgen gab es einen hervorragenden Thriller zum Frühstück. Und Colin Farrell mag kein Eis mehr.

Von Sophie Albers Ben Chamo, Cannes

Sie nennen es Flatgate

Sie nennen es Flatgate

Wow, das Filmfest von Cannes hat sich ziemlich unelegant ins Knie geschossen. Und das wegen der Höhe von Frauenschuh-Absätzen auf dem roten Teppich. Das Thema Gleichberechtigung ist auf jedem Filmfest präsent. Auch deshalb hat Cannes ein Jahr der Frau ausgerufen. Es gibt ganze Reihen von Diskussionsveranstaltungen zum Thema Gleichberechtigung und Kino. Und dann das!

Mehreren Frauen - darunter angeblich auch eine mit einer Fußverletzung - wurde der Zugang zum roten Teppich verwehrt, weil sie flache Schuhe trugen. Angeblich sehe die Kleiderordnung hohe Abätze vor, so die Begründung. Und es sei kein Einzelfall.

Die Premierenkleiderordnung ist tatsächlich strikt: Männer müssen Smoking tragen und Frauen etwas Festliches. Sogar die Fotografen am Rand tragen Pinguin-Outfit. Für Männer sind schwarze Schuhe Pflicht. Ausnahmen gibt es immer wieder - man nehme nur die Diskokugel-Schuhe von Paris Hiltons Begleiter am Montagabend. Aber offensichtlich werden trotzdem immer wieder geladene Gäste des roten Teppichs verwiesen.

Allerdings: Festival-Chef Thierry Fremaux verbat sich solche Anschuldigungen. Es gäbe keine High-Heel-Vorgaben, schrieb er in einem Tweet. Das Gerücht entbehre jeder Grundlage.

Auch der "Hollywood Reporter" will wissen, dass es keine Regel für erhöhte Fubekleidung bei Frauen gäbe.

Stephanie Zacharek, Filmkritikerin der New Yorker "Village Voice" schlug Fremaux via Twitter diese Fußbekleidung für den Abend vor:

Und schließlich auf der Pressekonferenz zum genialen Drogenkartell-Thriller "Sicario", der heute Premiere feierte, empörte sich Emily Blunt über das "Flatgate". Alle sollten flache Schuhe tragen, so die Schauspielerin. Regisseur Denis Villeneuve schlug eine besondere Art des Protests vor: Er und seine Hauptdarsteller Benicio Del Toro und Josh Brolin würden aus Solidarität in High Heels über den roten Teppich gehen. Tatsächlich kamen aber alle drei in schwarzen Schuhen - und Emily Blunt in hohen Hacken.

"Sicario"-Stars Josh Brolin, Emily Blunt und Benicio Del Toro

"Sicario"-Stars Josh Brolin, Emily Blunt und Benicio Del Toro

News des Tages:

- Als Colin Farrell sich für "Lobster" einen Bauch anfuttern musste, tat er das unter anderem mit Cheese Burgern und Haagen-Dazs-Eis. "Ich habe es in die Mikrowelle gestellt, geschmolzen und getrunken", sagt er. Der Appetit scheint ihm vergangen zu sein. Auf jeden Fall ist der Ire wieder in Topform.

- Ein schon vor seiner Premiere umstrittener Film ist "Open Secret", eine Dokumentation über den sexuellen Missbrauch von Kinder-Darstellern in Hollywood.

- John Turturro hat die Hoffnung nicht aufgegeben, ein "Big Lebowski"-Spin-Off über Jesus Quintana zu drehen. Der Bowlingkugel-leckende Kultcharakter solle aber seine ganz eigene Geschichte bekommen.

- Ein Film, den eigentlich jeder in Europa sehen sollte, ist "Mediterranea" - über die Reise eines Flüchtlings aus Burkina Faso nach Europa.

Colin Farrell ohne Bauch

Colin Farrell ohne Bauch

Ein Gesicht in der Menge:

Georgette Ranucci arbeitet für den italienischen Filmverleih Lucky Red, der sich in Cannes "Carol" gesichert hat

Erstes Cannes-Festival: "Vor 20 Jahren"

Cannes-Erlebnis: "Mein erstes Cannes natürlich. Wir waren mit einem Film da, in dem Anna Bonaiuto mitspielte, und sie trug bei der Premiere ein rotes Kleid, das ich bis heute nicht vergessen habe."

Heute hat es tatsächlich ganz kurz geregnet. Was bedeuten diese Wolken bloß?

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(