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Pressetermin in London: "Bin extrem beleidigt": Jennifer Lawrence kontert Kritik an ihrem Kleid

Während die Männer Mäntel trugen, stand Jennifer Lawrence im Kleid auf dem Balkon eines Londoner Hotels. Für Kritik an ihrem Outfit hat die Schauspielerin jedoch kein Verständnis - und wehrt sich mit scharfen Worten. 

Jennifer Lawrence in London

Die Männer alle warm eingepackt und in Mäntel gehüllt, die Frau im Abendkleid: Für ihr Outfit beim Presseshooting für den Film "Red Sparrow" in London musste Jennifer Lawrence Kritik einstecken.

Sie gilt als eine der Vorkämpferinnen für Gleichberechtigung in Hollywood. Doch für ihren freizügigen Auftritt auf dem Balkon des Corinthia Hotels in London erntete Jennifer Lawrence nicht nur begeisterte Artikel in der britischen Boulevardpresse, sondern auch Kritik von feministischer Seite. "Das ist ein ziemlich deprimierendes (und entlarvendes) Bild: Nicht nur, weil ich heute schon draußen war und es ist eiskalt", twitterte etwa Helen Lewis, die stellvertretende Chefredakteurin der britischen Wochenzeitung "New Statesman". Die Journalistin spielt darauf an, dass die Männer alle warm eingepackt und in Mäntel gehüllt sind, während die Schauspielerin in einem knappen Abendkleid im Freien steht.

Nun hat sich die Protagonistin selbst zu Wort gemeldet - und wenig Verständnis für die Kritik an ihrer Kleiderwahl gezeigt. "Wow. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll in dieser 'Jennifer Lawrence trägt ein enthüllendes Kleid in der Kälte'-Debatte", schrieb sie in einem wütenden Facebook-Post. "Das ist nicht nur lächerlich, ich bin extrem beleidigt."

Wow. I don't really know where to get started on this "Jennifer Lawrence wearing a revealing dress in the cold"...

Gepostet von Jennifer Lawrence am Mittwoch, 21. Februar 2018


Sie habe lediglich fünf Minuten draußen gestanden und hätte sich zur Not auch in den Schnee gestellt. "Glaubt ihr, ich verdecke dieses großartige Kleid mit einem Mantel und einem Schal?", schrieb JLaw in Richtung ihrer Kritiker. Sie entscheide noch immer selbst, was sie anziehe. "Wenn ich frieren will, ist das auch meine Wahl!"

Jennifer Lawrence bleibt Feministin

Und dann stellte Jennifer Lawrence noch einmal vor, auf welcher Seite sie steht - und wo sie ihrer Kritiker verortet: "Das ist sexistisch, das ist lächerlich, das ist nicht feministisch", schrieb sie. Es bringe niemanden weiter, bei allem, was jemand sage und mache, überzureagieren oder Kontroversen darüber zu entfachen, was jemand anzieht. 

Wie man es besser macht, hat Lawrence 2015 selbst vorgemacht: Für Lena Dunhams feministischen Newsletter "Lenny" schrieb sie einen Beitrag, in dem sie gegen die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen in Hollywood wetterte - und damit eine wichtige Debatte anstieß, die bis heute andauert.

Ob sie dagegen auf dem Balkon in London ein Kleid oder einen Mantel getragen hat - daran wird sich schon nächste Woche keiner mehr erinnern.

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