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Julian Schnabel: Der Chefkünstler

Der Maler Julian Schnabel, 56, hat sich mit seinem dritten Film "Schmetterling und Taucherglocke" nun auch als begnadeter Regisseur endgültig etabliert. Der stern hat ihm in seinem New Yorker Palazzo einen Haus- und Bettbesuch abgestattet.

Von Silke Müller und Matthias Schmidt

Ganz entgegen seiner Gewohnheit trägt Julian Schnabel an diesem Tag das zum Anlass passende Kleidungsstück: einen hellblauen Schlafanzug. Eigentlich zeigt sich Schnabel fast immer im Pyjama, egal ob Gala-Veranstaltung, Vernissage oder feierliches Abendessen. Doch diesmal liegt der Mann tatsächlich im Bett. Es war alles ein bisschen viel, selbst für ihn. Flüge nach Mexiko, Kalifornien und zurück nach New York, Preise, Partys und Abendessen mit Dennis Hopper und Benicio Del Toro. Jetzt hat er Fieber. Die Latino-Haushälterin bringt Pfefferminztee. Zufrieden thront der kränkelnde Chefkünstler der achtziger Jahre in seinem barocken Bett mit goldblauem Kopfteil. Kurz mal ausschlafen, bevor das Erfolgsjahr weiterrast. Zwei Golden Globes und vier Oscar-Nominierungen für seinen dritten Film "Schmetterling und Taucherglocke". Dazu Ausstellungen in New York, Los Angeles, St. Petersburg, Shanghai - und in der Nähe von Hildesheim.

"2008 wird das Jahr von Julian Schnabel", sagt der Branchendienst Artnet voraus. "Oh, das habe ich gar nicht gesehen", sagt Schnabel und lächelt. "Aber ich fühle mich tatsächlich ziemlich gut, auch wenn ich heute ein wenig krank bin." Die dunkelroten Samtvorhänge im Schlafzimmer sind aufgezogen, der Blick schweift über die Dächer Richtung Midtown. Neben dem Bett hängt ein Gemälde von Pablo Picasso. Wie hat er ganz persönlich gefeiert, nach all diesen Auszeichnungen? Schnabel lächelt wieder sein Patriarchen- Lächeln. "Ich bin nach Hause gefahren und habe eine schöne Schüssel Spaghetti mit meinen Kindern gegessen. Dann bin ich einen Tag im Bett geblieben."

Er ist Mr Big, der coolste Maler der Gegenwart

Schnabel redet nicht so, als hätte er ausformulierte Vorstellungen von diesem oder jenem. Er denkt lieber laut - in einem schier endlosen Strom von Gedanken, Ideen, Begriffen und Bildern. Prüft die Wirkung seiner Worte im Blick des Gegenübers, versucht es mit einer anderen Wendung, springt zu einem anderen Thema. "1978 malte ich ein Bild mit dem Titel ‚Die Patienten und die Doktoren‘. Es war mein erstes Teller-Bild. Ich war nicht ganz 28 damals, jetzt bin ich 56. Dieses Bild damals war der Moment meines Durchbruchs. Und 28 Jahre später mache ich diesen Film, ‚Schmetterling und Taucherglocke‘, der ebenso gut ‚Die Patienten und die Doktoren‘ heißen könnte." Er begründet das mit einem Essay von Antonin Artaud, der wiederum über van Gogh geschrieben habe, springt dann zu seinem großen Vorbild Joseph Beuys, erzählt von seiner Angst vor dem Sterben und schließt damit, dass der Film eigentlich seine ureigene Version von Patrick Süskinds "Parfum" sei. Wie bitte? Aber man muss Schnabel gar nicht verstehen. Es geht vielmehr darum, wie er das rüberbringt - eben wie alles, was er macht: mit ungetrübtem Selbstbewusstsein, freundlich in sich ruhend wie ein Buddha, und mit dieser unglaublichen "O mein Gott"-Ausstrahlung, die alle Widersprüche wegfegt.

"Mach die Sachen für dich selbst - und wenn dir irgendjemand zustimmt, ist es reiner Zufall", schreibt Julian Schnabel in seiner 1987 erschienenen Autobiografie. Da ist er 36 und auf dem Höhepunkt seiner ersten Karriere. Er ist Mr Big, der coolste Maler der Gegenwart. Und sieht sich selbst "so nah an Picasso, wie du in diesem Leben überhaupt nur sein kannst". Er verkauft umstrittene Riesenschinken - griechische und biblische Mythenbilder, wild-gestische Abstraktionen, dekorative Stierkampf- Motive, poppige Porträts von Künstlern und Celebrities - für sechsstellige Dollarsummen. Er posiert für Starfotografen wie Helmut Newton und rauscht im Morgenmantel durch Manhattan wie der Pate auf Wellness-Urlaub.

Eine Zufallskarriere? Kaum. Eher eine Art Naturgesetz. "Schnabel hat sich niemals irgendjemandem unterlegen gefühlt", beschreibt die "New York Times" sein Durchsetzungsvermögen. Eifersüchtig registriert selbst Andy Warhol, der große Pop-Künstler, den Erfolg des Jungstars. Sechs Tage vor seinem Tod schreibt er in sein Tagebuch: "Julian Schnabel war da. Sein Buch ist erschienen. Für wen hält er sich?"

Sein Markenzeichen sind die "Plate-Paintings"

Der kometenhafte Aufstieg von Schnabel beginnt 1979 mit einer Ausstellung in der Galerie von Mary Boone. Ein Jahr zuvor hatte er ein paar Kisten zerbrochenen Porzellans von der Heilsarmee abgeholt, die Scherben auf eine Leinwand geklebt, mit Ölfarbe darübergemalt - und sein Markenzeichen erfunden: die "Plate Paintings" - Teller-Bilder. Schnabel ist sich sicher - so sicher wie immer, wenn er etwas Neues anfängt: "Ich habe ein Gemälde in meinem Atelier, das sieht anders aus als alle Gemälde, die du jemals zuvor gesehen hast", erzählt er Künstlerfreunden und schleppt sie in sein Atelier. Schnabels Teller-Bilder mit ihrer Ästhetik der Größe, des Überschwangs und des Macho-Egos werden zu Symbolen der 80er Jahre. Selbst Gordon Gekko, der Börsenspekulant aus dem Film "Wall Street", hat die Dinger an der Wand.

"Früher Erfolg hat keinen Bestand", blafft ihn der Kritiker-Papst Clement Greenberg an, als sie sich im April 1982 auf dem Flughafen von Los Angeles begegnen. Und es ist, als wollte Schnabel sein Leben lang das Gegenteil demonstrieren. Als die rauschhaften Achtziger mit einem Kater enden und die Kunst eine Wendung ins Politische nimmt, wird Schnabel von der Kritik zum Abschuss freigegeben. Ihn lässt das kalt. Völlig unbeeindruckt von Warnungen aus Hollywood und der Kunstszene, wagt er sich 1990 auf neues Terrain: die Verfilmung des Lebens von Jean-Michel Basquiat, einem dunkelhäutigen New Yorker Künstler, der mit 27 an einer Überdosis Heroin stirbt.

Während Schnabel als manischer Maler wenig zimperlich zu Werke geht - ein Kritiker vergleicht sein künstlerisches Wüten mit Rambo -, geraten seine Filme überraschend feinfühlig. Nach "Basquiat" widmet er sich dem Leben des schwulen, kubanischen Schriftstellers Reinaldo Arenas, dessen Leben nach der Machtergreifung von Castros Kommunisten keinen Peso mehr wert war. Als Hauptdarsteller für "Before Night Falls" wählt er einen relativ unbekannten spanischen Schauspieler, der für seine grandiose Darstellung 2001 für den Oscar nominiert wird: Javier Bardem. Als Russell Crowe schließlich die Trophäe für "Gladiator" einheimst, poltert Schnabel in einem Interview, dass eigentlich alle Oscars an ihn gehen müssten, die Konkurrenz wäre "idiotisch, dumm, schlecht gespielt und reine Zeitverschwendung".

Die Bestsellerverfilmung "Schmetterling und Taucherglocke" bestätigte nun Schnabels Stand in der Kulturszene: Er ist der einzige Künstler, der den Sprung vom Malerstar zum gefeierten Regisseur geschafft hat. Für ihn natürlich die simpelste Sache der Welt. Er setzt sich im Bett auf, zupft das intensiv violett leuchtende Seidentuch auf der Decke zurecht und stopft sich das Kissen mit eingesticktem Monogramm hinter den Rücken. "Also, ganz offensichtlich hat es meine Filme beeinflusst, dass ich ein Maler bin. Bei den Dreharbeiten zu ‚Schmetterling‘ habe ich diese Röntgenaufnahmen in einem Haus neben dem Hospital entdeckt, und ich dachte, die sehen aus wie Gemälde. Am Ende ist alles eins: Ich mache Kunst." Kein Einspruch. Aber dass alles, was er anfasst, immer so erfolgreich wird? Die Röntgenbilder finden sich jetzt in einer gefeierten Ausstellung in der Gagosian Galerie in Los Angeles wieder.

"Schmetterling und Taucherglocke"

Zum dritten Mal konfrontiert Schnabel sein Publikum nun mit dem Porträt eines kreativen Mannes, der auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft zugrunde geht. Held diesmal: Jean-Dominique Bauby, Chefredakteur der französischen Modezeitschrift "Elle". Der attraktive, 43-jährige Lebemann wird durch einen Schlaganfall aus seinem glamourösen Berufsalltag gerissen. Aus dem Koma erwacht, muss Bauby begreifen: Er ist bei vollem Bewusstsein, aber am ganzen Körper gelähmt. Die einzige intakte Verbindung zwischen Hirn und Außenwelt bleibt sein linkes Augenlid: einmal Zwinkern ja, zweimal Zwinkern nein. Ein Gefangener in der Taucherglocke des eigenen Körpers, der nicht einmal eine Fliege verscheuchen kann, die auf seiner Nase landet. Doch seine Fantasie, seine Gedanken sind frei und schillernd wie ein Schmetterling. Mit der Hilfe einer Sprachtherapeutin und eines erblinzelten Alphabets gelingt es Bauby, seine Memoiren zu verfassen. Wenige Tage nach Erscheinen des Buches stirbt er 1997 an Herzversagen.

Was den Film so außergewöhnlich macht, ist vor allem die Entscheidung Schnabels, aus der extrem eingeschränkten Perspektive von Bauby zu erzählen. Die Bilder auf der Leinwand sind oft unscharf, verwischt, flackernd oder ausgebleicht, Gesichter nur angeschnitten. Wir hören Baubys Herzschlag, seinen schweren Atem. Wir stecken mit unter der Taucherglocke; wir leiden, spüren und hoffen mit ihm und seinen Erinnerungen an bessere Zeiten.

"Ein Kunstwerk mit Heilkräften"

So gerät "Schmetterling und Taucherglocke" zum bisher reifsten und stärksten Film Schnabels. Ein Film jenseits von Sprache, der einen aber nicht bedrückt von Krankheit und Tod zurücklässt, sondern lebendig wie selten. Ein Kunstwerk mit Heilkräften. Tatsächlich haben bereits einige Krankenhäuser Sondervorführungen für ihre Patienten gebucht.

Auch für Schnabel sollte "Schmetterling" ursprünglich therapeutisch wirken: "Ich fing an, diesen Film zu machen, weil mein Vater im Sterben lag und Angst hatte vor dem Tod. Ich dachte, wenn ich ihm helfe, diese Angst zu überwinden, dann wäre ich ein guter Sohn. Aber er starb, bevor der Film fertig wurde."

Jetzt ist Schnabel selbst der Patriarch. Eine Rolle, die ihm gut steht. Sein Sohn Vito, 21, gerade in den Schlagzeilen als neuer Lover von Supermodel Elle Mac- Pherson, 44, denkt überhaupt nicht daran, aus Papas Luxusbude auszuziehen. "Es ist nicht von Nachteil, ein Schnabel zu sein", sagt er. Der Schnabel-Clan - zum engsten Kreis zählen noch zwei weitere Söhne und zwei Töchter sowie Olatz Schnabel, die zweite Frau des Künstlers - residiert in einem siebenstöckigen venezianischen Palast. Den hat Schnabel vergangenes Jahr auf eine ehemalige Parfümfabrik in der 11. Straße gesetzt. Der "Palazzo Chupi" - eine Fata Morgana in Pink, die aus dem historischen Brownstone-Viertel herausleuchtet und so etwas wie eine Neuauflage seiner Autobiografie ist. Schaut alle her, tönt das Gebäude, hier wohnt der Fürst von Manhattan, ein Märchenprinz in seinem selbst geschaffenen Reich.

Alles in diesem Haus ist Schnabel. Von den historischen Türgriffen über die Bodenfliesen, die Lampen, die Kronleuchter, die Stühle und Sessel bis zu den Badewannen ist jedes Stück von ihm selbst ausgewählt und in Spezialwerkstätten originalgetreu nachgebaut worden. Sollten Richard Gere oder Bono - wie man hört - tatsächlich in eines der verfügbaren Apartments einziehen, werden sie einen Kamin aus dem Granit alter New Yorker Bürgersteige vorfinden, sich die Zähne putzen an der Kopie eines Doppelwaschbeckens, das Schnabel aus einem heruntergekommenen Art-déco-Hotel gerettet hat. Und im Dampfbad neben dem Swimmingpool im Keller auf elfenbeinfarbenen Kacheln schwitzen, die aus einer Subway-Station der 20er Jahre stammen. "Allein die Dinger zu säubern hat uns ein Jahr gekostet", sagt Schnabels Assistent Joe Howard. Schnabel besitze in New Jersey ganze Lagerhallen voll mit solch mehr oder weniger alten Fundstücken. "Er hebt einfach alles auf ", seufzt Howard, der schon mal drei Tage lang nach roten Samtvorhängen suchen musste, die Schnabel vor 20 Jahren in Paris aufgetrieben und dann irgendwo verstaut hatte.

Nach einer Besichtigungstour des Palazzos - Chupi ist ein Kosename für seine zweite Ehefrau, das baskische Ex-Model Olatz - wird klar: Das hier ist viel mehr als ein extravagantes Haus mit spektakulärem Blick auf den Hudson. Das ist die größte Skulptur, die Schnabel jemals errichtet hat. Und gleichzeitig ein monumentaler Nachlass schon zu Lebzeiten, wie man ihn bisher nur von osteuropäischen Diktatoren kannte. Allerdings viel charmanter.

Fragt man Schnabel, woher er die Kraft, die unbändige kreative Energie für all seine Großprojekte nimmt, wird sein Blick weich. "Von meinen Eltern", sagt er, ganz sanfter Mafiosi und nun tatsächlich "Godfather" seines Clans. Seine Eltern, das waren der tschechische Immigrant Jack, ein Vollblutunternehmer, der vom Fleischund Pelzhandel bis zum Supermarkt und Coffeeshop alles ausprobierte, was Profit versprach. Und Esther, engagierte Jüdin und Kunstliebhaberin, die den kleinen Julian in die Museen schleppte.

Schon damals hatte er ein Gespür dafür, sich selbst zu vermarkten

Als der 15 war, zog die Familie wegen einer neuen Geschäftsidee kurzerhand von Brooklyn in eine Kleinstadt an der texanisch- mexikanischen Grenze. Später studierte Julian Kunst in Houston, bis er als 21-Jähriger mit einem Stipendium in der Tasche nach New York zurückkehrte. Seine Bewerbungsdias hatte er zwischen zwei Brotscheiben gesteckt und als Sandwich verschickt - schon damals mit einem untrüglichen Gespür dafür, sich selbst zu vermarkten und Aufmerksamkeit zu erregen. Das Interview auf der Bettkante ist gut in Fahrt. Schnabel erzählt von seiner Leidenschaft fürs Surfen: "Das ist die einzige Betätigung, die dem Malen nahekommt. Du musst auf eine Kraft reagieren, die größer ist als du selbst." Er posiert für den Fotografen wie "Goethe in der Campagna", erzählt von seinem nächsten Filmprojekt über ein palästinensisches Mädchen und ruft: "Kunst zu machen ist ein Akt des Friedens." Dann, plötzlich, muss er raus aus dem Bett. Diane Keaton ist unten im Atelier aufgetaucht, um sich ein paar seiner neuen Arbeiten anzuschauen, unter anderem Schnabels blutrotes Leinwand-Memento für die ermordete Benazir Bhutto.

Schnabel weiß um sein Privileg, all seine Ideen und Sehnsüchte umsetzen zu dürfen. Und er hat nie daran gezweifelt, dass ihm das zusteht: "Ich bin reich gesegnet. Mir kommt es so vor - wenn ich Regen brauche, fängt es an zu regnen."

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.