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Kurzkritik "Die Summe meiner einzelnen Teile": Unbequeme Fragen zum satten Leben

Job weg, Freundin weg, Wohnung weg: Als der Mathematiker Martin nach einem Burnout wieder aus der Psychiatrie entlassen wird, hat sich sein früheres Leben in alle Einzelteile aufgelöst.

Kinotrailer: "Die Summe meiner einzelnen Teile"

Nach seinem Regiedebüt "Das weiße Rauschen" (2002), das erstmals Daniel Brühl in den Fokus der Aufmerksamkeit rückte, wendet sich Regisseur Hans Weingartner nun mit "Die Summe meiner einzelnen Teile" wieder der kranken Psyche zu. Martin war ein genialer Mathematiker auf Karrierekurs. Er hatte eine Freundin und ein gutes Leben. Bis es eines Tages in Tausend Teile zerbricht. Martin erleidet einen Zusammenbruch und wird in die Psychiatrie eingeliefert. Als er wieder rauskommt, sind Freundin, Job und jede Sicherheit im Leben weg. Martin isoliert sich, verliert den Bezug zur Realität und flüchtet schließlich in den Wald. Dort trifft er einen kleinen Jungen, mit dem er sich anfreundet und der ihm wieder Halt im Leben giibt. Doch ist die neue Sicherheit verdammt brüchig. Dieser Film stellt viele unbequeme Fragen zu unserem vermeintlich sicheren, satten Leben.

sal
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