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Die Oscars 2011 Das sind Ihre Favoriten


In wenigen Stunden ist es so weit: Hollywood zeichnet seine Besten aus. stern.de-User haben bereits entschieden - mit Herz für Außenseiter. Ein Überblick nach Kategorien.

Spekulationen darüber, wer bei den Oscars abräumt und wer verliert, kursieren seit Wochen. Doch erst in der Nacht von Sonntag auf Montag vergibt die Academy of Motion Picture Arts And Sciences die begehrten Goldstatuen. stern.de hat Sie gefragt, wen Sie preisverdächtig finden. Und Sie haben geantwortet.

Beste Schauspielerin

Das ist in diesem Jahr nicht wirklich schwierig. Natalie Portman hat in "Black Swan" die Vorstellung ihres Lebens gegeben (Was kommt eigentlich danach?) - und die internationale Oscar-Klatschgemeinde und die stern.de-User sind sich einig: Portman verdient den Oscar. Ein ganzes Jahr lang soll die fragile Schauspielerin trainiert haben, um Primaballerina Nina glaubhaft darstellen zu können. Allerdings sind es weniger die Tanzschritte als der Psychothriller im Ballettmilieu, der Darren Aronofskys Film so fesselnd macht.

Erstaunlich ist die Wahl der Zweitplatzierten im stern.de-Ranking: Nachwuchsschauspielerin Jennifer Lawrence, die in dem Drama "Winter's Bone" eine Tochter auf der Suche nach ihrem drogenabhängigen Vater spielt. Sie haben offensichtlich ein Herz für Außenseiter. Oder es ist der Tatsache geschuldet, dass die drei anderen Kandidatinnen im Vergleich zu Portman eher schwach daherkommen? Annette Bening als lesbische Mutter in "The Kids Are All Right", Michelle Williams in dem Ehedrama "Blue Valentine" und Nicole Kidman als trauernde Mutter, die erst ihr Kind und dann fast noch ihren Mann verliert: "Rabbit Hole". Vielleicht ist der Thriller bei all dem Drama auch einfach nur erfrischend?

Bester Schauspieler

Auch in dieser Kategorie herrscht Harmonie - zumindest was Platz eins angeht: Colin Firth als stotternder König George VI. von England in "The King's Speech" solle den Goldjungen mit nach Hause nehmen, so das Abstimmungsergebnis. Allerdings ist ihm der Gewinner des vergangenen Jahres dicht auf den Fersen: Jeff Bridges, der in der Western-Hommage "True Grit" - brillant wie gewohnt - ein saufendes, schießendes Raubein gibt. Platz drei im stern.de-Ranking konnte sich James Franco mit seinem Auftritt in "127 Stunden" sichern. Wäre allerdings unpraktisch, wenn er gewinnen würde - denn Franco führt gemeinsam mit Anne Hathaway durch den Galaabend. Für Javier Bardem in dem Sozialdrama "Biutiful" und Jesse Eisenberg als Mark-Zuckerberg-Verschnitt in "The Social Network" sieht es jedenfalls nicht so rosig aus.

Bester Film

Immerhin bei der Wahl des besten Films schließen sich die stern.de-User nicht der allgemeinen Meinung an. Der große Favorit "The King's Speech" (zwölf Nominierungen insgesamt) schaffte es nur auf Platz drei. Ihr Lieblingsfilm ist Christopher Nolans effektpralle Traumdeutung "Inception". Leonardo DiCaprio hat als Dieb im Unterbewusstsein überzeugt. Knapp dahinter folgt wieder James Franco in "127 Stunden", Danny Boyles zum Sitz-anbeißen spannende Umsetzung des Schicksals eines US-Studenten, der bei einer Wanderung in einem Canyon abstürtzte, sich den Arm zwischen Felsen einklemmte und sich schließlich selbst den Unterarm amputierte. Dann kommt "The King's Speech", gefolgt von "True Grit" und "Black Swan". Auf Platz erstaunt schon wieder der Außenseiter "Winter's Bone", Schlusslicht ist Mark Wahlbergs Boxerfilm "The Fighter".

Angesichts der Auswahl bleibt zuletzt nur eines zu sagen: Richtig spannend werden die Oscars in diesem Jahr wohl eher nicht - erinnern Sie sich nur an die Aufregung um Kathryn Bigelows Erfolg im vergangenen Jahr. Aber ganz sicher werden sie schön bunt.

sal

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