Florian Baxmeyer Deutschlands Hoffnung bei den Oscars

Der 29 Jahre alte deutsche Regisseur Florian Baxmeyer ist mit seinem Kurzfilm "Die rote Jacke" für den Oscar als bester Kurzfilm nominiert worden.

Der Kurzfilm "Die rote Jacke" des 29 Jahre alten deutschen Regisseurs Florian Baxmeyer ist für den Oscar als bester Kurzfilm nominiert worden. "Das ist schon Wahnsinn. Ich freue mich riesig, bei dieser Veranstaltung in Los Angeles dabei sein zu dürfen - auch wenn ich eigentlich gar keine Zeit dazu habe", sagte Baxmeyer in Hamburg in einer ersten Reaktion.

Vor einem Jahr gewann Baxmeyer mit dem 20-minütigen Film bereits den so genannten Studenten-Oscar. Damit holte er sich das Recht, sich um den Oscar zu bewerben. Dass der Film nun unter den besten fünf ist, war für den 29-Jährigen eine große Überraschung.

Abschlussfilm des Studiums

Der Kurzfilm "Die rote Jacke" aus dem Jahr 2002 ist die Abschlussarbeit des Regisseurs an der Universität Hamburg. Auch Drehbuchautorin Elke Schlauch, Kameramann Marcus Kanther, der die Idee zu dem 2002 gedrehten Film hatte, und Producer Kai Lichtenauer beendeten ihr Studium mit dem Film erfolgreich. Produzent ist die Hamburger Filmwerkstatt, die der Förderverein des Filmstudiums an der Uni Hamburg ist.

Der Film beschreibt den Weg einer roten FC-Bayern-Jacke von Deutschland nach Bosnien und zurück. Ein Junge stirbt durch einen Unfall, der Vater gibt die Jacke zur Altkleidersammlung. Ein bosnischer Junge stiehlt die Jacke, wird verletzt und wird zur Behandlung nach Deutschland gebracht. Das Adress-Schild in der Jacke führt ihn zum Vater des verstorbenen Jungen. Den Vater spielt Ulrich Noethen, der auch in einem weiteren Film von Baxmeyer, "Mörderische Elite", Hauptdarsteller ist.

Jetzt einen Zweiteiler für Pro Sieben

Die einzigen Lizenzrechte an dem Kurzfilm hat bisher der Fernsehsender Arte erworben, ein Sendetermin steht aber nach Angaben von Arte noch nicht fest: "Ich glaube nicht, dass wir uns die Chance entgehen lassen, den Film weiter zu vermarkten", sagte der Jung-Regisseur, der fest von weiteren Sendeplätzen ausgeht. Zurzeit bereitet er die Dreharbeiten zu einem Pro Sieben-Zweiteiler mit dem Arbeitstitel "Blut der Templer" vor.


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