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Andy Warhol Warhol-Werk bestimmt Frühjahrsauktionen in New York


Der extravagante Pop-Art Künstler starb vor 24 Jahren. Trotzdem bestimmen seine Werke die Frühjahrsauktionen in New York. Und das nicht zu knapp. Teilweise gehen seine Bilder nicht unter 100 Millionen Dollar über den Ladentisch.

24 Jahre nach seinem Tod bestimmt Andy Warhol noch einmal die Frühjahrsversteigerungen der großen Auktionshäuser in New York. Sowohl Sotheby's, Christie's als auch Phillips de Pury haben für die Verkäufe Anfang Mai bemerkenswerte Arbeiten des Pop-Art-Königs im Programm. Obwohl jeweils Dutzende Millionen fällig werden, sind die Arbeiten weit entfernt vom Verkaufsrekord für einen Warhol: Die "Eight Elvises", achtmal Elvis Presley mit Revolver in der Hand, hatten vor ein paar Jahren 100 Millionen Dollar gekostet.

Dagegen soll Warhols letztes Selbstporträt nur etwa 40 Millionen Dollar (27 Millionen Euro) kosten. Christie's hatte das Bild als "letztes großes Meisterwerk" des extravaganten Künstlers bezeichnet. Warhol hatte "Self-Portrait" 1986 gemalt, ein Jahr vor seinem Tod. Es zeigt den damals 58-Jährigen mit wirren Haaren und stechendem Blick komplett in Rot. Der Hintergrund ist schwarz, womit das gewaltige Bild, 2,73 Meter hoch und breit, nur zweifarbig ist. Der spezielle Rot-Ton, "Pop Red", war Warhols Markenzeichen. Auch Marilyn Monroe hatte er in dieser Farbe gemalt. Es gibt eine weitere Fassung des Selbstporträts im New Yorker Guggenheim-Museum. Da ist der Künstler allerdings grün.

Ein Höhepunkt bei Sotheby's sind die "Sixteen Jackies" von Warhol - eine Collage von 16 Aufnahmen von Jacqueline Kennedy. Sotheby's nennt das Werk "ein Manifest der genialen Arbeit dieses Ausnahmekünstlers" - und erhofft sich 30 Millionen Dollar. Auf die gleiche Summe wird "Pink Panther" von Jeff Koons taxiert. Es zeigt den berühmten Trickfilm-Panther, der eine halbnackte Blondine umarmt. Die Porzellanskulptur wird zu den wichtigsten Werken des heute 56-Jährigen gezählt.

Auch bei Phillips de Pury ist ein Warhol eines der wichtigsten Werke, und auch das dritte der großen Auktionshäuser hofft auf 30 Millionen Dollar. Zur Versteigerung kommt "Liz #5", ein Warhol-Porträt von Elizabeth Taylor von 1963. Es zeigt den Kopf der Schauspielerin, die milde lächelnd den Betrachter direkt anblickt. Es wirkt fast wie ein königliches Porträt für eine Münze oder einen Geldschein. Der Hintergrund ist blau, ansonsten finden sich neben dem Rot der Lippen und dem Weiß in den Augen nur die schwarzen Haare und die rosa Haut der Taylor. Die Schauspielerin war im März gestorben.

Moderne Kunst ist der prominenteste Teil der Frühjahrsauktionen, versteigert werden aber noch Werke aus anderen Epochen. Vor einem Jahr war ein Picasso für den Rekordpreis von 106,5 Millionen Dollar verkauft worden.

hw/DPA DPA

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