Frida Kahlo Zwischen Realismus, Symbolismus und Surrealismus


Ihre Bilder sind farbenfroh und schmerzreich zugleich. Zeit ihres Lebens litt Frida Kahlo an den Folgen eines Unfalls. In Berlin gibt es nun die bisher umfangreichste Retrospektive zum Werk dieser Ausnahmekünstlerin zu sehen.

Sie ist wohl die berühmteste Künstlerin Lateinamerikas: Das Berliner Museum im Martin-Gropius-Bau widmet der mexikanischen Malerin Frida Kahlo eine umfangreiche Retrospektive . Gemälde, Zeichnungen und Fotos erzählen von einer außergewöhnlichen Frau, deren Alltag zeitlebens von Schmerzen geprägt war.

Frida Kahlo wurde am 1925 bei einem Busunglück so schwer verletzt, dass die 18-Jährige immer wieder operiert werden musste. Sie litt zeitlebens an den Folgen der Verletzungen. So wurden sie auch zum Thema ihrer Kunst. Und ihr Schaffen nahm einen ganz eigenen Weg zwischen Realismus, Symbolismus und Surrealismus.

1929 heiratete sie den berühmten mexikanischen Wandmaler Diego Rivera, der ihre eigene künstlerische Entwicklung unterstützte. Beeinflusst wurde Kahlo aber auch von Bekanntschaften mit Berühmtheiten ihrer Zeit wie Leo Trotzki, André Breton oder Nickolas Muray.

Viele ihrer Bilder drehten sich um ihr eigenes Leiden, doch konnte die Mona Lisa Mexikos auch ganz figürliche Gemälde liefern. Meisten jedoch bezieht sich Frida Kahlo in ihren Werken auf die frühe Kunst Mexikos, die der Azteken und der Mayas. In den Bildern finden sich soziale und politische Verweise, aber auch immer wieder solche aufs Privatleben der Künstlerin.

1938 und 1939 feierte Kahlo mit Einzelausstellungen in New York und Paris große Erfolge. Später unterrichtete sie an der Schule für Malerei und Skulptur des mexikanischen Ministeriums für Erziehung. Doch aufgrund ihrer schlechten gesundheitlichen Verfassung musste sie das Lehren nach einigen Jahren wieder aufgeben.

Die Ausstellung im Martin-Gropius-Bau ist mit rund 150 Gemälden und Zeichnungen die bisher umfassendste Werkschau Frida Kahlos. Dort werden zum ersten Mal die beiden größten Kahlo-Sammlungen vereint gezeigt. Dazu kommen Leihgaben aus 30 Privatsammlungen und Museen.


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