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Gerhard-Richter-Ausstellung: "Ich hatte Herzklopfen"

Rund 60 Werke des teuersten deutschen Malers der Gegenwart sind zurzeit im Museum Frieder Burda zu sehen. stern.de besuchte die Gerhard-Richter-Ausstellung in Baden-Baden und bekam eine außergewöhnliche und sehr persönliche Führung von Kunstsammler Frieder Burda.

Von David Scherf

Seine Arbeiten sind in allen wichtigen Museen und Sammlungen vertreten. Seit der Versteigerung seines Bildes "Düsenjäger" im vergangenen November für 7,7 Millionen Euro in New York ist Gerhard Richter der teuerste lebende Maler Deutschlands.

Die weltweit größte Privatsammlung von Richter-Werken besitzt Frieder Burda, Millionenerbe und Bruder des Verlegers Hubert Burda. Seit 1968 sammelt Frieder Burda Kunst der Gegenwart und der klassischen Moderne. Neben Richter finden sich in der Sammlung Werke von Georg Baselitz, Sigmar Polke, Pablo Picasso und Willem De Kooning. Insgesamt 800 Gemälde, Skulpturen und Arbeiten auf Papier kann Burda sein Eigen nennen.

Um die Sammlung zu bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, finanzierte Burda mit 20 Millionen Euro den Bau eines eigenen Museums in Baden-Baden. Die aktuelle Ausstellung zeigt nun eine Auswahl von 60 Richter-Werken aus dem Besitz von Burda und drei weiteren Sammlern. Die Zusammenstellung der Bilder übernahm Richter selbst. Anhand eines Miniaturmodells des Museums legte er fest, welche seiner Gemälde wo im Museum hängen sollen.

"Gerhard Richter. Bilder aus privaten Sammlungen". Baden-Baden, Museum Frieder Burda, bis 27. April. Danach geht die Schau nach Peking, Edinburgh, Wien und Duisburg Katalog bei Hatje Cantz, 184 Seiten, Euro 24 Euro