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Google Doodle zum 125. Geburtstag Ein Wandgemälde für Diego Rivera


Um seine Person ranken sich viele Legenden. Der mexikanische Maler Diego Rivera galt als Genie und ist noch heute berühmt für seine Wandmalereien. Google erinnert mit einem Doodle an den 125. Geburtstag des Mexikaners.

Diego Rivera wurde durch seine Fresken weltberühmt. Doch nicht nur seine Wandgemälde sind bekannt. Auch die stürmische Ehe mit der Künstlerin Frida Kahlo brachte ihm viel Aufmerksamkeit.

Rivera kam 1886 zur Welt. Sein Zwillingsbruder Carlos starb, als er zehn Jahre alt war. Riveras familiärer Hintergrund ist bis heute nicht vollständig geklärt: Sein Vater war Kreole, sein Großvater stammte wahrscheinlich aus Russland, die Großmutter soll indianischer Abstammung gewesen sein. Rivera trug selbst zur Legendenbildung um seine Person bei, indem er immer wieder Geschichten aus seinem Leben erzählte, die nie bewiesen werden konnten. Unter anderem behauptete er, er habe Seite an Seite mit Emiliano Zapatas, einem Führer der mexikanischen Revolution, gekämpft. Obwohl seine Geschichte viele Rätsel aufgibt, ist eines klar: Rivera wurde zu einer wichtigen Person in der Geschichte Mexikos und zu einem der bedeutendsten Maler der Moderne.

Noch heute ist sein Werk präsent, besonders seine berühmten Wandmalereien. In seinen farbenfrohen Gemälden bildete er das Alltagsleben, vor allem das der Arbeiter und Bauern, in Mexiko ab. Er malte die Bilder meist mit der Freskotechnik direkt auf den Putz. Auch das Google Doodle zeigt einen Freskenmaler, der an einem Werk arbeitet. Vermutlich soll es Rivera selbst sein, der an einer Sonne malt.

Riveras turbulentes Privatleben

Bereits mit zehn Jahren besuchte Rivera eine Kunstschule, ein staatliches Stipendium sicherte seine künstlerische Ausbildung. 1922 trat Rivera der Kommunistischen Partei Mexikos bei. Wegen seiner kritischen Haltung gegenüber Stalin wurde er 1929 aus der Partei ausgeschlossen. Erst 1954 nahm ihn die Partei wieder als Mitglied auf. Seine politische Überzeugung spiegelte sich in seinen Werken wider. Die genaue Zahl seiner Wandgemälde, Tafelbilder, Mosaiken und Zeichnungen ist unbekannt.

Rivera lernte 1929 die Malerin Frida Kahlo kennen, die seine politischen Überzeugungen teilte. Das Künstlerehepaar war bekannt für sein stürmisches Privatleben, es war geprägt von Untreue und Auseinandersetzungen. Nach persönlichen und politischen Differenzen ließ sich Frida Kahlo 1939 von Rivera scheiden.

Im November 1957 starb Rivera in seinem Atelier in San Angel an einem Herzinfarkt. Hunderte Mexikaner gewährten ihm das letzte Geleit, als er auf dem Friedhof Panteón Civil de Dolores beigesetzt wurde.

Katrin Verschaffel

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