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Wegbereiter des Expressionismus Letzter Schrei am Oslofjord: Umstrittenes Munch-Museum in Norwegen eröffnet

Sehen Sie im Video: Letzter Schrei am Oslofjord – Munch-Museum in Norwegen eröffnet.




Oslo hat ein neues Museum. Das Munch-Museum, benannt nach dem Mann, dem es gewidmet ist, dem norwegischen Maler Edvard Munch. Geboren wurde er 1883, er starb im Jahr 1944. Munch galt als Wegbereiter des Expressionismus in der modernen Malerei. Das neue Museum zeigt einen großen Teil seines Werkes. Museumsdirektor Stein Olav Henrichsen darüber, wie die Kunstwerke in den Besitz der Stadt kamen: "Er hatte Angst davor, was die Nazis ihm als Künstler und auch seiner Sammlung antun würden. Zwei Drittel seines Gesamtwerkes hatte er folglich in seinem Haus in Oslo. Er entscheid sich, all das der Stadt zu vermachen." Weltberühmt wurde Munch durch sein Gemälde "Der Schrei", das er in vielen verschiedenen Versionen malte. Kuratorin Trine Otte Bak Nielsen kennt sich aus: "Jeder und jede von uns kann sich darin wiederfinden. Es ist nicht klar, ob das Bild einen Mann oder eine Frau darstellt. Besonders sind diese Direktheit und die starken Farben. Figur und Landschaft verschmelzen zu einem sehr starken Symbol. Es ist anders als der Rest seines Werks." Und auch dieser Rest ist wegweisend genug, um ihm diesen Bau zu widmen. Der galt lange Zeit als umstritten, denn seine ausgefallene Form überragt alle anderen öffentlichen Bauten rund herum, sowie mehrere Wohngebäude. Dennoch: Das Museum gilt nach Oper und Bibliothek als das neueste kulturelle Juwel am Oslo-Fjord. Auch andere Kunstformen, so etwa die Performance, sollen dort ein Zuhause finden.
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Die norwegische Hauptstadt Oslo hat ein neues Museum – zu Ehren des Künstlers Edvard Munch. Das Gebäude soll nicht nur der Malerei, sondern auch anderen Kunstformen ein Zuhause bieten. Der Bau ist ein echter Hingucker.

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