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Vom Bauhaus zur Kunstakademie: Paul Klee - Genie zwischen funktionalen Linien und fantastischen Gedankenwelten

Paul Klee ist einer der vielseitigsten Künstler. Expressionismus, Kubismus, Konstruktivismus - alles faszinierte ihn. Doch trotz der geometrischen Formen und abstrakten Linien stecken seine Bilder voller Fantasie und Geheimnis.

Paul Klee

Ein Besucher betrachtet das Bild "Meerschnecken-König, das Paul Klee 1933 malte

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"Lieber verehrter Paul Klee wir lassen einstimmig den ruf an sie ergehen zu uns als meister ans bauhaus zu kommen" - mit diesen Worten warb Walter Gropius 1920 um den vielseitigen Künstler.

Paul Klee (1879-1940) nahm an. 1921 wurde er Lehrer an der renommierten Kunstschule, eine spannungsreiche Zeit begann: Hier ein Maler mit einer Vorliebe für rätselhafte, bisweilen romantische Fantasiewelten, dort das Staatliche Bauhaus, das sich von 1923 an stärker auf Technik und Industrie ausrichtete und um dessen künstlerische Linie immer wieder gestritten wurde. 

Paul Klee

Am 18. Dezember 2018 wäre Paul Klee 139 Jahre alt geworden. Google ehrte ihn dazu mit einem Doodle

1931 verabschiedete sich Klee aus dem Bauhaus und wechselte als Professor an die Düsseldorfer Kunstakademie. Eine Befreiung, wie die zum Abschied veröffentlichte Papierarbeit "drüber und empor" deutlich macht: Eine Figur, die sich aus einem Netz geometrischer Figuren zu befreien scheint. Klee reflektiere damit augenzwinkernd seine Option, sich aus den politischen und konzeptionellen Konflikten des Dessauer Bauhauses herauszuarbeiten.

Paul Klee war ein vielseitiger Maler

Denn auch wenn sich Paul Klee gerne abstrakter Linien und geometrischer Formen bediente, malte er doch immer wieder Figuren jenseits der Vernunft, voller Gefühl - etwa das Gemälde "Tanz des trauernden Kindes II" von 1922, in dem ein Regenschirm unter den Augen die Tränen des Mädchens auffängt. "Ich spiegele bis ins Herz hinein", hielt er 1901 in seinem Tagebuch fest. "Meine Menschengesichter sind wahrer, als die wirklichen."

Paul Klee war ein vielseitiger Maler, der sich den Expressionisten des Blauen Reiters ebenso verbunden fühlte wie er von Kubismus, Surrealismus und Konstruktivismus fasziniert war. Das zeigen auch seine Zeichnungen mit Bleistift, oft voller Witz und Ironie wie die Papierarbeit "leider eher abwärts" von 1939, auf der ein im Fallen begriffener Körper zu sehen ist. Einblicke in Klees fantastische Gedankenwelten gibt das Aquarell "Die Idee der Türme", ein Kopf inmitten von schmalen Bauwerken, die in den Himmel ragen. Geheimnisvoll dagegen "Gestirne über bösen Häusern", "Der Vollmond" oder "Das Abenteurer-Schiff". Überhaupt tauchen Sterne und Monde immer wieder in seinen Werken auf, so etwa in dem spannungsreichen, äußerst farbenfrohen Aquarell "Feuer bei Vollmond".

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rös / dpa
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