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Guggenheim-Ausstellung: Moderne Meister in der alten Hauptstadt

Internationale Kunst gibt sich im beschaulichen Bonn die Ehre: 200 hochrangige Werke aus der Guggenheim-Sammlung werden in der ehemaligen Bundeshauptstadt ausgestellt.

Die Sammlung Guggenheim präsentiert in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn eine hochkarätige Auswahl von Werken aus allen fünf Standorten weltweit. Gezeigt werden auf rund 8000 Quadratmetern etwa 200 Werke der zurzeit in New York, Bilbao, Venedig, Las Vegas und Berlin gepflegten Sammlung. "Was wir hier zeigen, sind unter zehn Prozent der Sammlung, aber es ist ein wunderschöner Querschnitt", sagte der Intendant der Bundeskunsthalle, Wenzel Jacob, bei der Präsentation der Schau in Bonn. Dort herrschte am Donnerstag Feststimmung: Am späten Nachmittag sollte die Ausstellung von US-Botschafter William R. Timken und mit einem Konzert von Liza Minelli offiziell eröffnet werden.

Die Ausstellung "The Guggenheim Collection" wird von diesem Freitag an bis zum 7. Januar 2007 in zwei Häusern gezeigt: der Bundeskunsthalle und im Erdgeschoss des gegenüber liegenden Kunstmuseums Bonn. Dort wird die neueste Kunst der Sammlung präsentiert, die "Guggenheim Contemporary". So wie in Bonn ist die Guggenheim-Sammlung noch nie zu sehen gewesen. Zufrieden mit der Präsentation zeigte sich der Direktor der Guggenheim Foundation, Thomas Krens. Nur eines merkte er an: "Alles, was fehlt, sind noch mal so 60.000 bis 70.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche."

Hohe Kosten

Rund 10 bis 12 Millionen Euro koste das Projekt, sagte Kunsthallen-Intendant Jacob, der auf 600.000 Besucher hofft. Damit diese Zahl erreicht wird, ist in den vergangenen knapp zwölf Monaten auf beiden Seiten des Atlantiks heftig gearbeitet worden. In Bonn und New York wurden Modelle der Ausstellungsräume angefertigt. Darin wurden die Bilder, Objekte und Skulpturen, die nach Bonn geschickt werden sollten, in maßstabsgerechter Größe gehängt, gestellt, verschoben und ersetzt. Am Ende stand das Konzept. Die richtigen Plätze für Wassily Kandinsky, Paul Cézanne, Pierre Auguste Renoir, Edouard Manet ("Vor dem Spiegel", 1876) und Claude Monet waren gefunden.

Natürlich gibt es auch Picasso zu sehen ("Frau mit gelbem Haar", 1931), Salvador Dali, Paul Klee, Franz Marc ("Gelbe Kuh", 1911), Max Beckmann und Roy Lichtenstein ("Grrrrrr", 1965), ferner Andy Warhols 150 Miniporträts von Marilyn Monroe. Das Problem bestand nach den Worten Jacobs nicht darin, die Bonner Begehrlichkeiten zu erfüllen. "Da gab es keine Schwierigkeiten. Das größte Problem, das wir hatten, war die Logistik", erzählte Jacob. Und die hat am Ende geklappt. Nach Umbauarbeiten passte schließlich auch das 15 Meter lange Warhol-Werk durch die Tür. Und die Besucher dürfen sich über Werke von Jackson Pollock ebenso freuen wie über Kunst von Clyfford Still und Robert Rauschenberg.

Tolle Architektur

Begeisternd auch die Ausstellungsarchitektur: Wer den Raum "Einführung in die Minimal Art" mit Werken von Ellsworth Kelly verlässt, wendet sich nach rechts, wo sich ein schmaler Durchgang mit anschließender Treppe nach unten in die große Halle des Museums öffnet. Der erstmals völlig frei geräumte, riesige Raum ist ausschließlich der Minimal Art gewidmet. Dort stehen unter anderem der "Copper Square" von Carl Andre, ein von Schreinern aus der Region nach Plänen von Robert Morris gefertigte Labyrinth und Bruce Naumanns "Triangle Room". Den mächtigen Endpunkt der Ausstellung in diesem Haus bildet "The Swimmer in the Econo-mist (painting 3)" von James Rosenquist aus der Sammlung des Berliner Guggenheim.

"The Guggenheim" setzt damit die Ausstellungsreihe "Die großen Sammlungen" in beeindruckender Weise fort. Begonnen hatte diese 1992 mit 80 Meisterwerken des Museum of Modern Art (MoMA) zur Eröffnung der Kunsthalle.

Den Grundstein zur Guggenheim-Sammlung legte vor mehr als 70 Jahren der vermögende amerikanische Industrielle Solomon R. Guggenheim. Er begann im Alter von 66 Jahren, eine Sammlung moderner Gemälde von Künstlern wie Kandinsky, Paul Klee und Chagall aufzubauen. Bei der Auswahl wurde er stark beeinflusst von der jungen deutschen Künstlerin und Kunsttheoretikerin Hilla Rebay. Sie führte ihn im Juli vor 76 Jahren in Kandinskys Dessauer Atelier. Und Guggenheim kaufte - am Ende mehr als 150 Bilder Kandinskys. Der Grundstock war gelegt.

Günter Wächter/DPA

Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo