Wenn Picasso und Pollock versteigert werden Millionenkunst unter dem Hammer


106,5 Millionen Dollar hat ein Bieter am Mittwoch für einen Picasso auf den Tisch gelegt. Doch das höchstbezahlte Gemälde bleibt weiterhin Pollocks "No. 5, 1948".

Die teuersten Kunstwerke der Welt sind von unschätzbarem Wert und für Geld nicht zu haben. Für diejenigen, die verkauft werden, zahlen Investoren inzwischen Preise von teilweise weit über 100 Millionen Dollar. Das Picasso-Bild "Nu au plateau de sculpteur" (Nackte, Grüne Blätter und Büste) aus dem Jahr 1932 hat nun den höchsten Preis erzielt, der jemals bei einer Auktion gezahlt wurde: 106,5 Millionen Dollar (82 Millionen Euro).

Damit ist es noch nicht einmal das höchstbezahlte Gemälde: Dieser Titel wird dem Bild "No. 5, 1948" von Jackson Pollock zugeschrieben, das Anfang November 2006 privat verkauft wurde - angeblich für 140 Millionen Dollar (109 Millionen Euro). Nach einem unbestätigten Bericht der "New York Times" verkaufte der Medienmogul David Geffen es dem Mexikaner David Martinez.

Erst im Juni 2006 hatte der Kosmetik-Unternehmer Ronald S. Lauder das Gustav-Klimt-Bild "Adele Bloch-Bauer I" für 135 Millionen Dollar gekauft, das waren damals 105,7 Millionen Euro.

Das Picasso-Gemälde "Junge mit Pfeife" von 1905 erzielte im Mai 2004 den damaligen Rekordpreis von 104 Millionen Dollar bei einer Versteigerung in New York. Das Picasso-Bild "Dora Maar mit Katze" von 1941 wurde im Mai 2006 für 95,2 Millionen Dollar (75,4 Millionen Euro) versteigert; der neue Besitzer ist anonym.

2006 wollte der Casino-Mogul Steve Wynn aus Las Vegas das Picasso-Bild "La Reve" (Der Traum) für 139 Millionen Dollar dem Sammler Steven Cohen verkaufen, aber er beschädigte es aus Versehen beim Gestikulieren mit seinem rechten Ellbogen.

Der bisherige Rekordpreis für ein Kunstwerk bei einer Versteigerung lag bei 104,3 Millionen Dollar ( 74,4 Millionen Euro): So viel zahlte ein anonymer Bieter am 3. Februar 2010 bei Sotheby's in London für die lebensgroße Bronze-Skulptur "L'homme qui marche" (Der Schreitende) von Alberto Giacometti.

Im August 2007 kaufte eine Investmentgruppe den mit Diamanten besetzten Totenschädel des britischen Künstlers Damien Hirst für 100 Millionen Dollar (73 Millionen Euro). Das Werk mit dem Titel "For the Love of God" ist aus 32 Platin-Platten gefertigt und mit mehr als 8.500 Diamanten von insgesamt 1.106 Karat verziert. Von einem Menschen stammen lediglich die Zähne.

Für Vincent van Goghs "Porträt von Doktor Gachet" zahlte ein japanischer Milliardär bereits 1990 rund 82,5 Millionen Dollar. 1998 wurde van Goghs "Porträt des Künstlers ohne Bart" für 71,5 Millionen Dollar verkauft. Das Renoir-Gemälde "Au Moulin de la Galette" wechselte 1990 für 78,1 Millionen Dollar den Besitzer. Paul Cezannes 1893 entstandenes Gemälde "Rideau, Cruchon et Compotier" (Stilleben mit Vorhang, Krug und Obstschale) wurde 1999 in New York für 60,5 Millionen Dollar versteigert.

Im Frühjahr 2007 kam das Gemälde "White Center (Yellow, Pink and Lavender on Rose)" von Mark Rothko aus dem Jahr 1950 für 72,8 Millionen Dollar in New York unter den Hammer. Kurz darauf wurde dort ein Bild von Andy Warhol für 71,7 Millionen Dollar (52,8 Millionen Euro) versteigert: "Green Car Crash (Green Burning Car I)" ist Teil einer Serie aus dem Jahr 1963, der Warhol Fotografien tödlicher Autounfälle zugrunde legte.

APN APN

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