"DSDS" Finalisten mit verhaltenen Aussichten


Die beiden "Superstar"-Anwärterinnen Denise und Elli scheinen nicht wirklich mit einer atemberaubenden Karriere nach dem Finale der zweiten Staffel bei RTL zu rechnen.

Denise (19) oder Elli (24) - eine von beiden darf sich von diesem Samstag an "Superstar" nennen. Aber mit der atemberaubenden Karriere, die einem Superstar eigentlich gebühren würde, scheinen die beiden Finalistinnen der RTL-Castingshow nicht wirklich zu rechnen. Die Entscheidung bei "Deutschland sucht den Superstar", am Samstag von 21.15 Uhr an bei RTL zu sehen, hat im Vorfeld im Gegensatz zur ersten Staffel nicht viel Resonanz ausgelöst und verspricht dieses Mal auch keine Rekord-Einschaltquoten.

Die beiden Sängerinnen äußern sich vor dem Finale verhalten. "Ich will die Musik machen, die mir Spaß macht", sagt Elli. "Ich finde es nicht so schlimm, wenn der Hype nicht so groß ist. Dann ist man hinterher nicht ganz so schnell ausgelutscht." Und Denise sagt zu ihren Karriereaussichten: "Ich hoffe auf einen Plattenvertrag und dass ich meine Musik machen kann."

Schlechtere Quoten als bei der ersten Staffel

Dabei hatte die zweite Staffel aufwendiger begonnen als die erste. Nach Angaben des Senders wurden von Juni an fast 19 500 Bewerber zu Castings in sechs Städten eingeladen - knapp doppelt so viele wie bei der ersten Suche nach einem "Superstar". Aber die Zuschauer zogen nicht mit. Beim ersten Finale im März vergangenen Jahres hatten 12,84 Millionen Menschen zugeschaut. Das entsprach einem Marktanteil von 40,1 Prozent. Die Zuschauerzahlen der zweiten Staffel lagen dagegen selten über der Fünf-Millionen-Marke.

Übersättigung durch Casting-Shows

Das schlechtere Ergebnis der zweiten Staffel ist für Elli ganz einfach zu erklären: "Es war klar, dass die Leute ein bisschen übersättigt sind wegen der ganzen Castings." Auch auf anderen Sendern wurden schließlich neue Stars gesucht. Unter anderem zeigte Sat.1 "Star Search" und auf ProSieben waren die "Popstars" zu sehen. "Es sind aber immer noch genügend Zuschauer dabei", beruhigt Denise.

Rummel um verschwundene Finalistinnen

Kleinere Aufregungen rund um die "Superstar"-Anwärterinnen sorgten in den Tagen vor dem Finale für erhöhte Aufmerksamkeit beim Fernsehpublikum. Elli hatte mit einer Nebenhöhlenentzündung und Fieber zu kämpfen, Denise tauchte zeitweilig ab. Nach rund 24 Stunden kehrte sie zurück und entschuldigte sich. Erschöpfung, Erkältung, Heimweh: Das waren laut Denise die Gründe für ihr Verschwinden. Wirbel um einen Kandidaten hatte es auch vor dem Finale der ersten Staffel gegeben. Der spätere Sieger Alexander Klaws hatte wenige Tage vor der Entscheidungsshow wegen einer Stimmbandentzündung Sprech- und Singverbot bekommen. Es war sogar ein Ausweichtermin für das Finale ins Gespräch gekommen. Dann hatte der Arzt aber doch noch grünes Licht für Alexanders Auftritt gegeben.

"Zwergenaufstand" gegen Bohlen

Für einige Schlagzeilen hatte in den vergangenen Wochen auch der Finalsong gesorgt, den Schlagerproduzent und Jurymitglied Dieter Bohlen komponiert hatte. Der Titel war bei den Finalistinnen zunächst in Ungnade gefallen. Ein "Zwergenaufstand" war ausgebrochen, hieß es in Medienberichten. Bohlen nahm einige Veränderungen vor. "Es wurde ein komplett neuer Text geschrieben", sagt Elli. Gitarrenklänge kamen hinzu. Nun sind beide Sängerinnen zufrieden. "Jetzt finde ich den Song toll", sagt Denise. Außer dem überarbeiteten Lied ("This Is My Life") werden die beiden am Samstagabend ihren Lieblingssong und einen Hit aus den zehn Mottoshows singen.

Nach der Finalshow könnte diesmal ganz schnell Ruhe einkehren bei den "Superstar"-Teilnehmern. Eine zunächst geplante Tour wurde abgesagt. "Das liegt wohl auch daran, dass der Hype bei der zweiten Staffel nicht so groß war und wohl nicht so viele Karten verkauft wurden", sagt Elli. Zuständig für eine mögliche Tournee ist nicht RTL, sondern ein Unternehmen der Firmengruppe "19" des britischen "Superstar"-Erfinders Simon Fuller. Es gebe zwar Gespräche über eine Tour, aber noch keine konkreten Pläne, sagte eine "19"-Sprecherin in Köln. "Wir hoffen, dass sie noch zu Stande kommt."

Nicolette Otto, DPA DPA

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