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"Live Earth": Weltweite Konzerte für die Umwelt

Mit Pop-Konzerten auf sieben Kontinenten soll im Sommer auf die weltweite Bedrohung durch den Klimawandel aufmerksam gemacht werden. Ins Leben gerufen wurde die Veranstaltung von Ex-US-Vizepräsident Al Gore; mehr als 100 Popgrößen haben ihm bereits zugesagt.

Nach dem Vorbild von Bob Geldofs "Live Aid" hat Ex-US-Vizepräsident Al Gore das "Live Earth"-Konzert ins Leben gerufen: Am 7. Juli werden weltweit 24 Stunden lang 100 namhafte Rock- und Popstars wie die Red Hot Chili Peppers, Bon Jovi und die Black Eyed Peas für den Umweltschutz singen. Die Auftritte sollen in 120 Länder übertragen werden und zwei Milliarden Menschen erreichen, sagte Gore in Los Angeles. "Live Earth"-Bühnen werden unter anderem in London, Schanghai, Sydney und Johannesburg aufgebaut. Die Auftrittsorte in den USA, Japan und Brasilien stehen noch nicht fest. Fans, die nicht vor Ort dabei sein können, sollen das Ereignis live am Fernsehen, im Internet oder über mobile Datenträger wie Handys verfolgen können.

"Damit wir die Klimakrise lösen können, müssen wir Milliarden Menschen erreichen", sagte Gore, der vor allem durch seinen Oskar-nominierten Dokumentarfilm "Eine unbequeme Wahrheit" über die Klimakatastrophe zu einem der berühmtesten Umweltschützer avancierte. "Live Earth" sei dazu gedacht, einen Kommunikationsprozess in Gang zu setzen, der die Menschen auf der ganzen Welt mobilisieren werde. Das Konzert ist Herzstück der breiter angelegten Umweltschutz-Kampagne "Save Our Selves - SOS" ("Uns selbst retten"), die Gore ebenfalls vorstellte.

Nach dem Vorbild von "Live Earth"

In den einzelnen Auftrittsorten sollen die Shows insgesamt jeweils vier bis acht Stunden dauern, in einigen Städten werden die Konzerte also zeitgleich stattfinden. Neben weltbekannten Bands wie den Foo Fighters und Duran Duran sowie Stars wie Snoop Dogg, Enrique Iglesias, Kelly Clarkson, Faith Hill, Sheryl Crow, Lenny Kravitz und Melissa Etheridge sollen auch lokale Musiker bei "Live Earth" auftreten. Bislang haben etwa 30 Stars und Bands fest zugesagt.

"Live Earth" orientiert sich an dem Konzert-Marathon "Live Aid" von 1985 und dessen 20 Jahre später inszenierten Fortsetzung "Live8". Organisator war der irische Musiker Bob Geldof, der damit das Bewusstsein für die Armut vor allem in Afrika schärfen wollte. Mit "Live Aid" sammelte er Millionenbeträge zur Bekämpfung des Hungers in Afrika. "Live8" sollte die Regierungschefs der reichen Industriestaaten unter Druck setzen, den ärmsten Ländern der Welt die Schulden zu erlassen.