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"Rock am Ring": Zum Jubliläum gab's ein Ständchen

Mehr als 110.00 Fans haben am Wochenende beim Doppel-Festival "Rock am Ring" und "Rock im Park" ihren Stars gehuldigt. Bei dem dreitägigen Ereignis war alles vertreten, was in der Rockszene Rang und Namen hat.

Mit einem fulminanten Feuerwerk ist am späten Sonntagabend das größte deutsche Musikfestival "Rock am Ring" zu Ende gegangen. Zuvor standen die Toten Hosen als Überraschungsakt zum 20-jährigen Jubiläum des Festivals auf der Hauptbühne. Vor mehreren zehntausend Fans spielte die Band ihre größten Hits. Festivalmacher Marek Lieberberg unterstütze die "Hosen" bei einem Song - Arm in Arm mit Frontmann Campino. Bereits im letzten Jahr waren die Toten Hosen der Headliner am letzten Festivaltag.

Über 70.000 Besucher feierten am Nürburgring rund 80 Bands, darunter R.E.M., Green Day, Marylin Manson, Iron Maiden und Wir sind Helden. Bei dem parallel stattfindenden Festival "Rock im Park" in Nürburg waren 50.000 Rock-Fans zugegen.

Positive Bilanz

Erst am Sonntagabend wurde das Geheimnis um den Überraschungsgast aufgedeckt. "Wir wollten den Fans so noch ein weiteres Schmankerl anbieten", so Marek Lieberberg am Sonntag im Pressegespräch. Sehr zufrieden zeigte sich der Festival-Macher mit dem Verlauf der beiden Großveranstaltungen. Auch Rettungsdienst und Polizei zogen eine positive Bilanz: "Die Leute kommen hierher um zu feiern", so Polizeichef Wolfgang Buhlar.

Bilderbuchwetter herrschte am Freitag am Nürburgring. Sommerliche Temperaturen sowie ein blauer Himmel ließen ein richtiges Festival-Feeling aufkommen. Doch das wechselhafte Wetter machte den Rock-Fans am Samstag und Sonntag sehr zu schaffen. Teilweise starker Sturm, kühle Temperaturen und immer wieder Regen konnten die Stimmung vor den drei Bühnen jedoch trotzdem nicht herunterziehen. Mehrere Dutzend weibliche Besucher ließen trotz des kühlen Wetters vor der Hauptbühne mehrfach die Hüllen fallen und präsentierten sich Fotografen, Kameraleuten und den übrigen Besucher sehr freizügig.

Überlegungen über eine Verlängerung des Festivals

Große Pläne hat Lieberberg für die das Doppelfestival im kommenden Jahr. Statt an drei Tagen, sollen die Fans vier Tage lang angesagte Rockbands genießen können, so Überlegungen des Festivalmachers. "Das Pfingstwochenende würde sich hierfür geradezu anbieten". Falls die beiden Festivals einen Tag länger dauern, soll der Preis trotzdem konstant bleiben. "An eine Erhöhung der Ticketpreise wird derzeit nicht gedacht".

Mit Depeche Mode konnte bereits ein Headliner für das kommende Jahr präsentiert werden. Außerdem laufen Verhandlungen mit System of a Down und Linkin Park. Ob Marek Lieberberg auch dann wieder die Bühne zum Duett erklimmt, bleibt abzuwarten.

Nigel Treblin