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Die Open-Air-Saison 2003: Rocken am Ring oder Reggae am Chiemsee

Fette Beats im Sonnenschein, harte Riffs bei 30 Grad. Sommerzeit ist Festivalzeit und das heißt von Mai bis September Rock, HipHop, Pop und Reggae mit Weltstars aber auch lokalen Bands.

Fette Beats im Sonnenschein, harte Riffs bei 30 Grad. Sommerzeit ist Festivalzeit und das heißt von Mai bis September Rock, HipHop, Pop und Reggae mit Weltstars aber auch lokalen Bands und Newcomern.

Die größten Besuchermagneten sind in Deutschland «Rock am Ring» auf dem Nürburgring und «Rock im Park» im Frankenstadion in Nürnberg. Bei dem zeitgleich vom 6. bis 8. Juni laufenden Doppelfestival werden rund 130.000 Fans erwartet, die zu meist harten Klängen von Metallica und Iron Maiden abrocken wollen. Wer die Metaller da verpasst, hat vom 26. bis 29. Juni beim «Roskilde»-Festival in Dänemark nochmals Gelegenheit, die Bands zu hören.

Poppig und aggressiv wird es beim zweitgrößten Doppel-Open-Air- Spektakel zugehen: Beim «Hurricane»-Festival im norddeutschen Scheeßel und beim «Southside»-Festival im süddeutschen Neuhausen ob Eck geben sich vom 20. bis 22. Juni Björk, Massive Attack, Coldplay, Radiohead und die Guano Apes die Mikrofone in die Hand.

Im deutsch-belgischen Grenzgebiet gibt es eine bunte Mischung von Rock, Pop und Techno. Auf «Gut Eidt» bei St. Vith (Belgien) kommen vom 25. bis 27. Juli so unterschiedliche Künstler wie Anouk, Nena und auch die Guano Apes beim «Alive»-Festival zusammen.

Am gleichen Wochenende können die Fans des deutschen HipHop bei den 4. «HipHop-Open» in Stuttgart feiern. Am 26. Juli haben sich neben den Lokalmatadoren Massive Töne auch die Absoluten Beginner und Samy Deluxe sowie Afrob aus Hamburg angesagt. Eine Woche später, vom 1. bis zum 3. August, rappen diese Künstler dann mit anderen wie Seeed, Curse und Gentleman beim Festival «Splash!» in Chemnitz.

Mit Heavy-Metal-Klängen lockt das 1800-Seelen-Dorf Wacken in diesem Jahr wieder Tausende Rock-Fans nach Schleswig-Holstein. Bands wie Slayer, Annihilator, In Flames und Subway To Sally wollen den Fans vom 31. Juli bis 2. August beim «Wacken Open Air» einheizen.

Für Reggae-Freunde haben sich zwei am Wasser gelegene Orte als Sommer-Treffpunkte herauskristallisiert: eine Insel auf dem Fühlinger See bei Köln, wo der traditionelle «Summerjam» in diesem Jahr vom 4. bis 6. Juli steigt, und Übersee am Chiemsee - dieses Jahr vom 22. bis 24. August Heimat des «Chiemsee Reggae Summer». Beide Open Airs setzen auf ein Programm mit alten Recken des Genres wie Bunny Wailer und Jimmy Cliff (Köln) oder Black Uhuru (Chiemsee) und jungen, oft aus Deutschland stammenden Bands wie Seeed oder Patrice.

Gerade noch als Geheimtipps können zwei Festivals durchgehen, die vor allem Fans von Gitarrenpop aus Großbritannien und Deutschland ansprechen: das «Haldern»-Open-Air im gleichnamigen Ort am Niederrhein am 8. und 9. August sowie das «Immergut Festival» (30. und 31. Mai) in Neustrelitz in Mecklenburg-Vorpommern. An der Klampfe stehen unter anderem The Libertines und Aqualung aus England sowie die Schweden Isolation Years.

DPA