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Schlagersänger: Im Osten ist er besonders beliebt: So steht Matthias Reim zur AfD

In Ostdeutschland genießt Matthias Reim große Popularität. Deshalb tritt der Schlagersänger besonders oft in Gegenden auf, wo die AfD stark ist. Hegt er deshalb Sympathien für diese Partei?

Matthias Reim

Sänger Matthias Reim 

DPA

Er ist einer der bekanntesten Schlagersänger des Landes. Doch trotz seiner vielen Erfolge, darunter dem Megahit "Verdammt, ich lieb' Dich", war Matthias Reim Ende der 1990er Jahre Pleite. Der Musiker hatte sein Geld einem Partner anvertraut, der es im Osten in Immobilien anlegte. Doch das Investment flog Reim komplett um die Ohren: Ende der 1990er Jahre stand er vor einem gigantischen Schuldenberg von mehr als zehn Millionen Euro.

Den hat der 61-Jährige mittlerweile wieder abgetragen. Seit einiger Zeit geht es mit dem Schlagersänger finanziell wieder aufwärts. Daran hat auch sein treues Publikum einen Anteil, das weiterhin seine Platten kauft und die Konzerte besucht. Besonders beliebt ist der Hesse im Osten der Republik. "Da kann ich spielen, wo ich will, die Leute kommen", sagt Reim dem Wochenmagazin "Die Zeit". "Die Menschen in Chemnitz, Dresden, Rostock haben mich als Erste wiederentdeckt." 

Matthias Reim meidet politische Botschaften

Den Grund für seine große Popularität in den neuen Bundesländern sieht er in seiner Pleite. Die Menschen hätten es goutiert, dass er einfach weitergemacht hätte. "Vielleicht, weil es ihnen nach 1990 ähnlich ergangen ist", sagt er mit Blick auf den Zusammenbruch der DDR. 

Die politische Präferenz vieler Wähler im Osten teil Matthias Reim jedoch nicht. Auf die Frage, ob er jemals für die AfD auftreten würde, gibt der Sänger eine klare Antwort: "Im Leben nicht."

Trotz dieser deutlichen Haltung wolle er jedoch auch weiterhin keine politischen Lieder singen. Musik und Politik wolle er nicht miteinander verbinden. "Du kannst mit einem Song nicht informieren oder analysieren, du kannst mit einem Song nur polarisieren." Das sei am Ende die Methode der AfD, so Reim. Sein Rat an die Menschen: "Macht euer Herz auf, redet miteinander, hört einander zu, lernt euch kennen. Dann habt ihr keine Angst mehr voreinander."

Quelle: "Die Zeit"

che