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Autovermieter: "Witz" über verunglückte Radfahrer? Sixt reagiert auf Kritik an Werbemotiv

Der Autovermieter Sixt fiel einmal mehr mit provokanter Werbung auf. Diesmal ist das Unternehmen aber zu weit gegangen, sagen Kritiker. Sixt zog Konsequenzen.

Ein Fahrradunfall, Sixt-Werbung

382 Radfahrer starben im vergangenen Jahr auf Deutschland Straßen. Die Sixt-Werbung empfinden Kritiker daher als "geschmacklos"

Picture Alliance

Pleitesänger Matthias Reim sang "Verdammt ich hab' nix", leistete sich dank Sixt trotzdem eine Spritztour im Mercedes; Lokführer-Gewerkschafter Claus Weselsky wurde nach den Streiks bei der Bahn zum Mitarbeiter des Monats beim Autovermieter gekürt; Angela Merkel wird für eine neue Frisur die Fahrt mit einem gemieteten Cabrio empfohlen − der Autovermieter Sixt lässt sich in schöner Regelmäßigkeit für seine lustigen und kreativen Werbemotive feiern.

Mit einem kürzlich veröffentlichten Motiv ist die Firma aber nach Meinung vieler Nutzer in den sozialen Netzwerken deutlich zu weit gegangen.

Sixt-Werbung

Werbemotiv von Sixt

"Es gibt immer diesen einen Freund, der es beim Autofahren übertreibt. Wir haben jetzt einen Aufkleber für ihn", heißt es darin. Darunter eine Strichliste. Ampel siebenmal, Radfahrer achtmal, Katze sechsmal. Was die Werber unter "ein wenig übertreiben" zu verstehen scheinen, lässt sich eigentlich nur so interpretieren. Siebenmal die rote Ampel überfahren, sechsmal eine Katze überrollt, acht Radfahrer erfasst − alles keine Kavaliersdelikte, und deutlich mehr als "beim Autofahren ein wenig übertreiben".

So sind im vergangenen Jahr nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 382 Radfahrer im Straßenverkehr tödlich verunglückt.

Kritik an Sixt-Werbemotiv

Ein Großteil der Kommentatoren unter dem Bild übt daher auch scharfe Kritik. Sie sehen eine Verhöhnung tödlich verunglückter Radfahrer und bezeichnen die Werbung als "geschmacklos". Eine Auswahl:

Einige der Reaktionen bei Twitter

Einige der Reaktionen bei Twitter

Nutzer fordern auch auf, die Reklame dem Deutschen Werberat zu melden. Die Sixt-Werbung wurde bereits am 5. Oktober veröffentlicht, macht aber erst jetzt die Runde. Die Kritik an dem Motiv ist bei seinem Unternehmen angekommen, sagte ein Sprecher von Sixt auf stern-Anfrage. Er kündigte am Vormittag Konsequenzen an. "Wir stehen für kreative und provokante Werbung, aber wir möchten natürlich niemanden verletzten. Daher werden wird die Werbung in Kürze wieder löschen." Inzwischen sind die Beiträge in den Social-Media-Accounts des Autovermieters nicht mehr auffindbar.

Dem Geschäft tut die mitunter provozierende Werbung des Autovermieters offenbar gut:  Sixt rechnet dank zuletzt rund laufender Geschäfte im Gesamtjahr mit mehr Umsatz und Gewinn als bisher. Der Vorsteuergewinn dürfte im laufenden Jahr "sehr stark" über dem Vorjahr liegen, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Im Vorjahr hatte Sixt vor Steuern 287 Millionen Euro Gewinn gemacht. 

Provokante Werbung: "Beförderung auf Knopfdruck": So spottet Sixt über den Maaßen-Deal
mit DPA-Material

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.