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"Smooth Criminal": Eine Bewegung, die eigentlich unmöglich ist: Forscher entschlüsseln Rätsel um Michael Jackson

Unvergesslich und legendär bleiben der King of Pop und sein unnachahmlicher Tanzstil. Neun Jahre nach dem Tod von Michael Jackson haben Forscher sich nun einem speziellen Tanzschritt gewidmet. 

Michael Jackson, der King of Pop: Seine Tanzposen beschäftigten nun Jahre nach seinem Tod ein Team von Neurologen

Michael Jackson, der King of Pop: Seine Tanzposen beschäftigten nun Jahre nach seinem Tod ein Team von Neurologen

Picture Alliance

Die Tanzchoreografien und Tanzschritte zu seinen Songs haben Legenden-Status erreicht: Der "Moonwalk" ist Menschen auf der ganzen Welt ein Begriff, wobei niemand ihn je wieder so beherrschte, wie der "King of Pop" selbst.

Einen physikalisch eigentlich unmöglichen Move haben Wissenschaftler nun Jahre nach dem Tod von Michael Jackson genauer unter die Lupe genommen: Es handelt sich um den "Anti-Gravity-Lean" aus dem Musikvideo zu "Smooth Criminal" (ab 3:37 Minuten) aus dem Jahre 1987:

Neurologen wagen sich an die unmögliche Tanzpose

Auch live performte diesen immer wieder vor Tausenden Fans. Seitdem haben Tänzer auf der ganzen Welt, oft recht verzweifelt, versucht, die Pose zu imitieren. Dabei ist der "Anti-Gravity-Lean" rein physikalisch eigentlich unmöglich, weil der Körperschwerpunkt weit vor die Fußspitzen verlagert wird. Der Körper lehnt dabei in einem 45-Grad-Winkel "gegen die Schwerkraft" gerade nach vorne. Dem US-Sender "CNN" sagte Manjul Tripathi, einer der Autoren des Artikels: "Du kannst bis zu einem Maximum von 25 oder 30 Grad nach vorne lehnen, bevor du auf dein Gesicht fällst".

Michael Jackson mit der Tanzpose "Anti Gravity Lean" im Musikvideo "Smooth Criminal"

Michael Jackson ließ sich den "Anti Gravity Lean" sogar pantentieren

Picture Alliance

Forscher haben nun in einem Artikel der Fachzeitschrift "Journal of Neurosurgery" genau aufgeschlüsselt, wie Jackson und seine Tänzer die Tanzpose zustande bringen konnten, ohne einfach umzufallen.

Dass technisch getrickst werden musste, ist dabei schon länger bekannt. Wie aber konnte der King of Pop die Schwerkraft überwinden? Einerseits verwendete er einen Spezialschuh, "der in der Ferse einen dreikantigen Schlitz hatte", schreiben die Neurochirurgen. Diese eingeschnittenen Absätze waren in Metallstifte im Boden eingehakt. Für den Zuschauer nicht sichtbar, aber für die Tänzer unverzichtbar!

Die Grafik der Forscher zeigt die Tanzpose "Anti-Gravity-Lean" im Vergleich zu dem Winkel, in dem es physikalisch möglich ist, sich nach vorne zu beugen

Die Grafik der Forscher zeigt die Tanzpose "Anti-Gravity-Lean" im Vergleich zu dem Winkel, in dem es physikalisch möglich ist, sich nach vorne zu beugen

Doch der Trick allein sei nicht ausreichend, um einen perfekten "Anti-Gravity-Lean" zu imitieren, so die Forscher. Der Move sei "unfassbar hart durchzuführen". Der Tänzer brauche dafür mindestens die Fitness eines Athleten (detailliert hier nachzulesen).

Die perfekte Illusion

Körperliche Fitness und Körperbeherrschung auf einem sehr hohen Level auf der einen Seite und eine clevere Erfindung auf der anderen Seite machen die Tanzpose also möglich. Michael Jackson hat damit zwar die Schwerkraft nicht auf magische Weise aufgehoben, aber modernen Tanz mit dieser revolutionären Pose inspiriert und maßgeblich geprägt. Und er hat sich ein Stück unsterblicher gemacht – und die perfekte Illusion geschaffen.

she
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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo