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Rockfestivals: Rock-Legenden: Iron Maiden, Marylin Manson und Metallica

"Freedom!" - wie ein Schlachtruf schmetterte Bruce Dickinson am Freitagabend das Zauberwort seines Songs "Clansman" in die Nacht der sonst stillen Eifel am Nürburgring.

"Freedom!" - wie ein Schlachtruf schmetterte Bruce Dickinson am Freitagabend das Zauberwort seines Songs "Clansman" in die Nacht der sonst stillen Eifel am Nürburgring. Mehrere zehntausend Arme flogen in den sommerwarmen Abendhimmel. Die Fans signalisierten zum Auftakt des diesjährigen dreitägigen Musik- Marathons "Rock am Ring", dass die britische Rock-Legende Iron Maiden das Publikum auch nach 25 Jahren noch immer in ihren Bann schlägt.

Hochstimmung unterdessen auch beim Parallelfestival "Rock im Park" in Nürnberg: Kultband Metallica und Schock-Rocker Marilyn Manson heizten den Fans im Frankenstadion kräftig ein. Manche Besucher des dreitägigen Spektakels standen stundenlang an den Kassenhäuschen an. Für einige endete die Party allerdings vorzeitig im Sanitätszelt: Sie hatten trotz schwülwarmen Wetters reichlich dem Alkohol zugesprochen.

Leuchtraketen

Metallica ließ es richtig krachen: Leuchtraketen stiegen in den Himmel, während Gitarrensoli erschallten. Die Fans jubelten und tanzten. Neben Klassikern wie "Nothing Else Matters" oder "Sad But True" präsentierten die Hardrocker auch Songs aus ihrem neuen Album. Von Anfeuerungsrufen ließen sie sich zu zwei Zugaberunden animieren.

In der Rolle eines souveränen Kommunikators setzten am Nürburgring Dickinson und seine fünf Mitspieler nicht nur das Glanzlicht eines anspruchsvollen Auftaktprogramms. Professionell präsentierten sie Traditionstitel wie "Run To The Hills" und "The Number of the Beast". Zugleich gaben sie einen Vorgeschmack auf ihr neues, noch nicht erschienenes Album "Dance Of Death". Damit trösteten sie vermutlich auch einen großen Teil der "Rock am Ring"- Fans über die Festival-Absagen von Linkin Park und Limp Bizkit hinweg.

Placebo und Apocalyptica

Die Veranstalter taten ihren Teil: Sie verpflichteten für den zweiten Festivalabend am Samstag kurzfristig die britische Rockformation Placebo und die neuen Stars der Metal-Szene, die fünf Cellisten von Apocalyptica. Vor dem Schluss-Akkord von Placebo am Ende des Samstagsprogramm sollten zuvor noch Clawfinger, Audioslave und Evanescence die Herzen der Rock-Fans schneller schlagen lassen.

Mit der Resonanz auf das diesjährige Festivalprogramm im Doppelpack zeigten sich die Veranstalter am Samstag zufrieden. An den Nürburgring zog es nach ihren Angaben 75 000 Zuschauer. Zum Parallel- Festival "Rock im Park" in Nürnberg kamen den Angaben zufolge 55 000 Menschen.

Polizei zufrieden

Auch die Polizei hatte bislang keinen Grund zum Klagen: Die Festivals seien bisher friedlich verlaufen. Die vorab bei einem Camping-Brand-Unfall am Donnerstag schwer verletzten beiden jungen Männer seien inzwischen über den Berg. Für einen 22-Jährigen, der bei einem Verkehrsunfall vor den Toren des Festival-Geländes Nürburgring am Freitag schwer verletzt wurde, bestehe ebenfalls keine Lebensgefahr mehr.