Verleihung in Berlin Jan Delay und Silbermond räumen gleich zwei Echos ab

Jan Delay und Silbermond sind mit jeweils zwei Echos die großen Gewinner bei der Verleihung der Musikpreise 2010: Die deutsche Band, die mit ihrem Album "Nichts passiert" im vergangenen Jahr auf Platz 1 der Charts einstieg, siegte am Donnerstagabend in den Kategorien "Beste deutsche Rock/Pop-Band" und "Bester Live-Act".

Jan Delay und Silbermond sind mit jeweils zwei Echos die großen Gewinner bei der Verleihung der Musikpreise 2010: Die deutsche Band, die mit ihrem Album "Nichts passiert" im vergangenen Jahr auf Platz 1 der Charts einstieg, siegte am Donnerstagabend in den Kategorien "Beste deutsche Rock/Pop-Band" und "Bester Live-Act". Delay wurde als bester HipHop-Künstler geehrt und erhielt den Kritikerpreis für sein Album "Wir Kinder vom Bahnhof Soul".

Den ersten Echo des Abends gewann Peter Fox mit seinem Album "Stadtaffe". Schon im vergangenen Jahr hatte der Sänger der Reggae-Gruppe Seeed drei Echos abgeräumt.

Ebenfalls zum wiederholten Male prämiert wurde Robbie Williams. Der 36-jährige Brite nahm den siebten Echo für den besten internationalen Künstler entgegen. Da seine Verlobte Ayda Field nicht mit zur Gala kommen konnte, scherzte Williams, weibliche Fans könnten später gerne mit auf sein Hotelzimmer kommen. "Nein, im Ernst", sagte er. "Es wird eine Hochzeit geben, aber ich weiß noch nicht, wann."

Etwas unterkühlt verlief die Übergabe des Echos für das beste deutsche Musikvideo. Sieger ist der Berliner Rapper Sido, der für das Video zu "Hey Du" ausgezeichnet wurde, Laudator war Oliver Pocher. Dessen Freundin Sandy Meyer-Wölden hat Sido kürzlich wegen Beleidigung angezeigt.

Die deutsche Soul-Sängerin Cassandra Steen wurde als beste hiesige Rock/Pop-Künstlerin und Xavier Naidoo als bester Künstler ausgezeichnet. The Baseballs räumten den Preis für die beste deutsche Newcomer-Band ab, Depeche Mode wurden als beste internationale Rock/Pop-Gruppe geehrt. Peter Maffay, seit drei Wochen mit seinem "Tattoos" in den deutschen Charts, erhielt den Echo für sein Lebenswerk.

Zur Echo-Verleihung, die live in der ARD übertragen wurde, waren Dutzende Künstler ins Palais am Berliner Funkturm gekommen. Rund 4.000 Zuschauer umjubelten Live-Auftritte von Robbie Williams, Rihanna, Xavier Naidoo, Peter Maffay und Jan Delay. Rihanna trat mit ihrer neuen Single "Rudeboy" auf. Moderiert wurde die Show von Sabine Heinrich und Matthias Opdenhövel.

Der Echo wurde in 23 Kategorien verliehen. Er gilt als einer der renommiertesten Musikpreise in Europa und wird seit 1992 jährlich vergeben. Die Rangfolge der Sieger in den meisten Kategorien ergibt sich aus den Ergebnissen der Verkaufscharts des letzten Jahres. Die absoluten Rekordhalter, die Kastelruther Spatzen, waren auch 2010 wieder erfolgreich: Die Südtiroler Volksmusik-Gruppe nahm den 13. Preis ihrer Karriere entgegen.

Das Duo Ich+Ich aus Adel Tawil und Annette Humpe wurde schon vor der Verleihung mit dem Echo für das erfolgreichste Produzententeam national ausgezeichnet. Der gleiche Preis ging an Andreas Herbig, Peter "Jem" Seifert, Florian Fischer und Sebastian Kirchner. Darüber hinaus erhielten Reamonn-Sänger Rea Garvey und die Stiftung "Saving an Angel" den Ehren-Echo für soziales Engagement.

APN APN

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