HOME

Peter Lindbergh: Pirelli-Kalender setzt Zeichen gegen den Schönheitsterror

Die Zeiten haben sich geändert: War der Pirelli-Kalender früher für erotische Fotografie bekannt, setzt Star-Fotograf Peter Lindbergh in diesem Jahr einen anderen Akzent: Er will dem "Terror von Perfektion und Jugend" trotzen.

Pirelli - Nicole Kidman

Nicole Kidman

Kein dominantes Make-Up, viele Nahaufnahmen: Star-Fotograf Peter Lindbergh will im neuen Pirelli-Kalender dem "Terror von Perfektion und Jugend" trotzen. Dafür fotografierte er zahlreiche Filmstars wie Helen Mirren, Uma Thurman und Penelope Cruz ganz natürlich. Die 71-jährige Mirren ("The Queen") zeigt er etwa in eine Decke gehüllt.

Er habe etwas gegen den heutigen "Schönheitsterror" tun wollen, sagte Lindbergh in einem Video zur 44. Edition des Pirelli-Kalenders. "Alles Unvollkommene ist verschwunden. Und das lässt nur leere Gesichter übrig", kritisierte der Deutsche bei einer Pressekonferenz in Paris.

Lindbergh fotografiert schon zum dritten Mal für Pirelli

Der Kalender des italienischen Reifenhersteller ist für erotische Fotografie bekannt. Lindberg fotografierte seine Models jedoch angezogen und wollte nach eigenen Worten ihre Gefühle einfangen. "Das ist eine andere Art der Nacktheit, die viel wichtiger ist als nackte Körperteile", sagte der Fotograf.

Schon im vergangenen Jahr hatte die Fotografin Annie Leibovitz im Pirelli Kalender starke Frauen überwiegend bekleidet gezeigt und sich kaum um verbreitete Schönheitsideale geschert. Lindbergh verantwortete den Pirelli-Kalender als erster Fotograf überhaupt bereits zum dritten Mal. Er nahm 14 Filmstars vor die Linse, darunter Jessica Chastain, Penelope Cruz, Nicole Kidman, Charlotte Rampling, Léa Seydoux und Kate Winslet.

che/DPA
Themen in diesem Artikel