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Tatort: Zorn: Das denken die Schauspieler über den Krimi

Der "Tatort: Zorn" führte den Zuschauer in die Welt der vergessenen Zechenviertel im Ruhrpott. So denken die Schauspieler darüber.

Mordkommission Dortmund: Martina Bönisch (Anna Schudt), Jan Pawlak (Rick Okon), Nora Dalay (Aylin Tezel) und Peter Faber (Jörg

Mordkommission Dortmund: Martina Bönisch (Anna Schudt), Jan Pawlak (Rick Okon), Nora Dalay (Aylin Tezel) und Peter Faber (Jörg Hartmann, v.l.n.r.).

Es war ein grundsolider Dortmund-Krimi, den die Macher von "Tatort: Zorn" am Sonntag auf die Fernseh-Bildschirme brachten. Er führte die Zuschauer tief hinein in die gekränkten Seelen vergessener Ex-Zechenarbeiter, die ihren Ausweg im Alkohol und teilweise im Extremismus suchten. Doch wie denken eigentlich die Schauspieler über den Film?

Jörg Hartmann ist Hauptkommissar Peter Faber

Kommissar Faber schien die Dinge zuletzt etwas gelassener und ruhiger anzugehen. Wird er jetzt wieder unberechenbarer?

Jörg Hartmann: Seine Unberechenbarkeit wird Faber nie verlieren. Und wenn es darum geht, den Mörder seiner Familie dingfest zu machen, ist ihm so ziemlich jedes Mittel recht.

Sie interessieren sich für Architektur - was ist das Reizvolle an den Zechensiedlungen im Ruhrgebiet und speziell in Dortmund?

Hartmann: Die Zechensiedlungen können ein Vorbild sein für heutigen sozialen Wohnungsbau. Sie zeigen, dass das Bauen für Geringverdiener und ästhetische Ansprüche in Architektur und Städtebau sich nicht ausschließen müssen. Eine Wohltat, wenn man sieht, mit welchen lieblosen Kisten heute unser Land versiegelt wird. Man braucht nur durch die Dortmunder Siedlungen Eving und Oberdorstfeld zu spazieren, um zu sehen, wie es anders und besser gehen könnte.

Anna Schudt ist Hauptkommissarin Martina Bönisch

Man könnte bei diesem Fall den Eindruck bekommen, dass Martina Bönisch diejenige ist, die in der Mordkommission das letzte Wort hat - und nicht ihr Vorgesetzter Faber. Wie schätzen Sie das ein?

Anna Schudt: Faber hat zum Leidwesen von Frau Bönisch immer das letzte Wort, aber sie hat wie immer ihre eigene Meinung dazu. Die Kontroverse nimmt aber natürlich zu, das ist ja das Spannende in der Beziehung Faber-Bönisch.

Aylin Tezel ist Polizeioberkommissarin Nora Dalay

Nora Dalay hält mit Kritik an ihrem Kollegen Pawlak nicht hinterm Berg. Sie schützt ihn auch nicht vor einem Fehler. Legt sie es auf einen offenen Konflikt an?

Aylin Tezel: Nora misstraut dem Kollegen Pawlak; sie durchschaut ihn nicht und das verunsichert sie. Sie hat allgemein und im besonderen im Bezug auf Pawlak Angst vor einem Machtverlust. Den Druck, ihre seit einiger Zeit wiederkehrenden Panikattacken vertuschen zu müssen, lässt sie an ihrem Kollegen ab.

Rick Okon ist Polizeihauptkommissar Jan Pawlak

Jan Pawlak gibt wenig von sich preis. Doch langsam lernen die Zuschauer den neuen Kommissar im Dortmunder "Tatort"-Team besser kennen. Wie würden sie ihn beschreiben?

Rick Okon: Das "Geheimnisvolle" ist Teil der Figur und auch so beabsichtigt. Er ist jemand, der Privatleben und Beruf strikt voneinander trennt. Für ihn ist es schwer, seinen Platz im Team zu finden, gerade weil die Kollegen erfahrener sind, er aber trotzdem schon Hauptkommissar ist. Die Zuschauer werden Folge für Folge mehr über Jan Pawlak erfahren und er wird sich, auch emotional, öffnen müssen.

Erst "Tatort"-Kommissar, dann eine Hauptrolle in "Das Boot". Wie hat sich Ihr Leben verändert, seit Sie in diesen großen Produktionen zu sehen sind?

Okon: Für mich ist das natürlich zur Zeit alles sehr spannend. Aber auch, weil mir beide Figuren sehr am Herzen liegen! Mein Leben hat sich nicht großartig verändert, gerade in Bezug auf meinen Alltag. Ich versuche weiterhin, entspannt an die Dinge heran zu gehen und mich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Und wenn ich in Berlin bin, gehe ich immer noch jeden Freitag mit meinen Jungs Fußball spielen.

SpotOnNews
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.