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Mirja du Mont bei "6 Mütter": "Eine Trennung ist das Schlimmste, was man Kindern beibringen muss"

Für die Vox-Sendung "6 Mütter" ließ sich Mirja du Mont im Alltag begleiten. Dem stern verriet sie vorab, wie sie ihr Leben nach der Trennung von Ehemann Sky organisiert, und wie sie ihren Kindern erklärte, dass Mama und Papa kein Paar mehr sind.

Mirja du Mont

Mirja du Mont mit ihren Kindern Fayn und Tara (hinten) in der Vox-Sendung "6 Mütter"

Frau du Mont, Sie haben Ihre Kinder, elf und 16 Jahre alt, bisher komplett aus der Öffentlichkeit herausgehalten. Nun sind beide in der Vox-Sendung "6 Mütter" zu sehen. Warum haben Sie sich dazu entschlossen?

Komplett rausgehalten nicht, Tara und Fayn waren auch schon mit meinem Ex-Mann und mir auf Veranstaltungen. Im Fernsehen war das aber etwas Neues. Natürlich habe ich vorher gefragt, ob sie sich vorstellen können, mitzumachen. Hätte eines meiner Kinder gesagt: "Nein, das möchte ich nicht“, dann hätte ich die Anfrage abgelehnt. Beide haben aber zugestimmt, allerdings auch klare Ansagen gemacht, wie und wo sie gefilmt werden wollen. Meine Tochter hat von Anfang an gesagt: "Ich mache gerne mit, aber ich gebe keine Interviews." Sie ist eher zurückhaltend und schüchtern. Mein Sohn ist vom Wesen her komplett anders. Er singt und tanzt gern und hat überhaupt kein Problem damit, vor der Kamera zu stehen.

Im vergangenen Jahr wurde die Trennung von Ihrem Mann Sky publik. Wie haben Sie Ihren Kindern erklärt, dass ihre Eltern kein Paar mehr sind?

Das ist das Schlimmste, was man in einer Trennung machen muss: es den Kindern beibringen. Wir haben uns alle vier zu Hause auf den Teppich gesetzt. Unser Sohn hat das wider Erwarten ganz ruhig aufgenommen, obwohl er der Jüngere ist. Meine Tochter hat geweint. Nach einer Stunde haben wir dann aber die Kinder geschnappt und sind auf dem Großmarkt einkaufen gegangen – so wie wir das in all den Jahren immer samstags gemacht haben. Ich Nachhinein hat dieses Ritual die ganze Situation etwas aufgelockert. Und unser Sohn hat zu seiner Schwester gesagt: "Tara, es ist doch auch cool: Jetzt haben wir zwei Zimmer." Da mussten wir alle so lachen, obwohl es eigentlich traurige Umstände waren.

Wie hat sich das Familienleben seit der Trennung verändert?

Ich lebe mittlerweile mit den Kindern in einer eigenen Wohnung. Sie sehen ihren Vater aber regelmäßig, Sky und ich teilen uns das Sorgerecht. Ich bin sehr stolz, dass wir alle so ein freundschaftliches Verhältnis haben und wir uns nie bekriegt haben.

Wie regeln Sie den Alltag mit Ihren Kindern als Single-Mum?
Ich bekomme ganz viel Unterstützung von meinen Eltern. Ansonsten versuche ich meine Arbeitstermine auf die Tage zu legen, wo die Kinder bei ihrem Vater sind. Das war in den vergangenen Monaten nicht immer ganz einfach, weil ich mehrere Projekte parallel hatte. Am Ende hatte ich sogar einen Meniskusriss, weil ich so gestresst und erschöpft war. Aber sonst klappt das ganz gut.

Haben Sie Hilfe im Haushalt?
Nein, das mache ich alles selbst. Mein großes Vorbild ist meine Mutter. Die hatte auch nie eine Putzfrau und hat immer alles super hingekriegt. Das versuche ich auch zu schaffen. Mein Sohn hilft auch ganz gern mal mit, meine Tochter weniger. Um ihre Zimmer müssen sich die Kinder allerdings selbst kümmern,

Sie waren 25 als sie Ihre Tochter bekommen haben. Was waren die Vor- was die Nachteile, jung Mutter zu werden?
Nachteile gibt es für mich überhaupt nicht. Als schönen Vorteil empfinde ich, dass mich meine Tochter nicht nur als ihre Mutter, sondern auch als ihre Freundin sieht. Sie kommt mit all ihren Fragen und Sorgen zu mir, das finde ich großartig. Wir tauschen Klamotten und ich glaube, sie ist ganz stolz, dass mich viele für ihre große Schwester halten.

Ihre Tochter ist 16 Jahre alt. Haben Sie mit der Pubertät zu kämpfen?
Meine Tochter ist sehr pflegeleicht. Sie raucht nicht, trinkt nicht und geht auch nicht auf Partys. Außer über ihre Unordnung und ihre Zickigkeit kann ich mich über gar nichts beschweren. Aber das kenne ich von mir selbst früher, also kann ich da auch nicht wirklich was sagen.

Gibt es denn auch Situationen, wo Sie als Mutter mal streng werden?
Was ich gar nicht mag ist, wenn sich die Kinder untereinander streiten und sich gegenseitig Schimpfwörter an den Kopf werfen. Wenn sie sich mir gegenüber im Ton vergreifen, kommt mein Todesblick zum Einsatz. Wenn meine Kinder zum Beispiel zu mir sagen: "Chill mal deine Base", dann kriege ich einen Knall.

Welche der anderen prominenten Mütter hat Sie am meisten beeindruckt?
Patricia Kelly. Wir kannten uns vorher gar nicht, haben aber gespürt, dass wir irgendetwas gemeinsam haben. Es ist leider etwas Trauriges: Ihre Mutter ist an Brustkrebs gestorben und meine ist an Brustkrebs erkrankt. Diese wahnsinnig große Liebe zu unseren Müttern hat uns beide so stark verbunden, dass sich während der Dreharbeiten eine wirklich enge Freundschaft aufgebaut hat. Im Januar werde ich mit meiner Tochter zu einem Konzert der Kelly Family gehen, obwohl das noch nie meine Musik war.

Gibt es Erfahrungen, die Sie aus den Dreharbeiten in Ihren Alltag mitgenommen haben?
Ja. Bei Patricia Kelly finde ich es super, dass der Verlauf am Computer nicht gelöscht werden darf. So kann sie immer kontrollieren, was ihre Söhne im Internet gemacht haben. Und was Verona Pooth macht, finde ich auch toll. Sie kassiert im Urlaub das Handy ihres Sohnes Diego ein und er bekommt es erst abends um 19 Uhr zurück. Das würde ich auch gern machen, auch wenn mich meine Kinder dafür wahrscheinlich hassen werden.

"6 Mütter" läuft immer dienstags um 20.15 Uhr bei Vox

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