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"Bares für Rares": "Eiche massiv" - um diesen unscheinbaren Holzkasten liefern sich die Händler ein Bietergefecht

Jochen Krüchten aus Rülzheim bringt einen alten Holzkasten zu "Bares für Rares": Doch das Teil aus massiver Eiche entpuppt sich als weit mehr - und löst bei den Händlern ein Bietergefecht aus.

Bares für Rares: Rekordverkäufe und Co. – das müssen Sie über die Kult-Sendung wissen

Jahrelang hing der Holzkasten in der Hausbar der Familie und wurde von Generation zu Generation weitervererbt: Bei "Bares für Rares" möchte Verkäufer Jochen Krüchten aus Rülzheim sich jetzt von ihm trennen. Seine Preisvorstellung bringt Moderator Horst Lichter in der Sendung vom Freitag zum Staunen: "Vierstellig wäre schon gut", sagt Krüchten, während Lichter die Augen weit aufreißt: "Vierstellig?" Doch tatsächlich entpuppt sich der Kasten als Schätzchen.

"Es handelt sich um einen Bajazzo-Geschicklichkeitsautomaten", erklärt Experte Detlev Kümmel. Dieser sei einer der beliebtesten Spielautomaten überhaupt gewesen. Zum Preis von 10 Pfennig konnte man eine Kugel abschießen, die sich dann einen zufälligen Weg durch eine Wand aus Nägeln bahnt. Die Aufgabe besteht darin, die Kugel unten mit einem Schieberegler aufzufangen. "Wem das gelang, der konnte bis zu 40 Pfennig gewinnen", sagt Kümmel.

"Bares für Rares"

Horst Lichter staunt bei "Bares für Rares" über die Expertenschätzung von Detlev Kümmel (l.). Verkäufer Jochen Krüchten (r.) freut sich.

ZDF

Horst Lichter staunt über Expertenschätzung

Einen Hersteller kann der "Bares für Rares"-Experte zwar nicht ausfindig machen, doch stamme das Gerät aus Deutschland und wurde zwischen 1910 und 1920 hergestellt. Auch den Zustand beschreibt Kümmel als gut. "Der funktioniert einwandfrei", sagt er. "Nur Führungsschienen und Zahnrad wurden einmal erneuert."

Doch wie viel ist der Geschicklichkeitsautomat tatsächlich wert? "Ich denke, dass er angesichts des Zustands 1200 bis 1500 Euro erzielen kann", urteilt Kümmel. Damit liegt er sogar über der Preisvorstellung des Verkäufers, der mit 1000 Euro gerechnet hatte. sagt überrascht: "Das zeigt mal wieder, dass ich keine Ahnung habe."

"Bares für Rares"-Händler liefern sich ein Bietergefecht

Auch die Händler sind von dem Bajazzo-Spiel angetan. Ludwig "Luki" Hofmaier, Walter "Waldi" Lehnertz, Fabian Kahl und Julian Schmitz-Avila liefern sich ein Bietergefecht. "Ich biete 100 Euro", startet Schmitz-Avial, Hofmaier legt sofort mit 300 Euro nach und Lehnertz geht bis auf 400 Euro. Beim 800-Euro-Gebot von Kahl sagt Lehnertz: "Ich denke mal, dass wir die Expertise längst erreicht haben, aber ich biete trotzdem noch 850." "Die Expertise lag höher", belehrt ihn Krüchten. Schließlich geht Hofmaier bis auf 1000 Euro hoch und erhält den Zuschlag.

"I freu mi", sagt Hofmaier und Kahl vermutet: "Luki wird den bestimmt nicht weiter verkaufen, sondern mit seinen Enkeln damit spielen." Auch Verkäufer Krüchten ist glücklich. "Der Automat kommt in gute Hände."

mai