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"Bares für Rares" Verkäufer fordern 3700 Euro für diese Skulptur – bei der Expertise folgt der Hammer

Wertvoll oder Kitsch? "Bares für Rares"-Experte Colmar Schulte-Goltz untersucht eine Bronzefigur.
Wertvoll oder Kitsch? "Bares für Rares"-Experte Colmar Schulte-Goltz untersucht eine Bronzefigur.
© ZDF
Ein Fabelwesen steht bei "Bares für Rares" zum Verkauf: Für die Einhorn-Skulptur fordern die Verkäufer stolze 3700 Euro. Zu viel?

Horst Lichter ist von dem Bronzekopf beeindruckt: "Extremst außergewöhnlich", sagt der "Bares für Rares"-Moderator über das Objekt von Birte Zühr und Reiner Bredehorst. Das Ehepaar aus Blender in Niedersachsen kommt mit einer großen Einhorn-Skulptur in die ZDF-Trödelshow. "Die gehört meiner Freundin und steht schon viele Jahre bei uns", erklärt Zühr. Über den möglichen Preis haben sich die Verkäufer bereits Gedanken gemacht. Doch das Kunstwerk ist nicht einmalig.

"Es ist ein kapitales Kunstwerk aus Bronze", sagt Colmar Schulte-Goltz. Der Einhorn-Kopf aus Bronze schwebe ohne Hals auf einem Sockel und sehe aus, als sei er aus verschiedenen Fragmenten zusammengesetzt. "Das ist typisch für den Bildhauer", sagt Schulte-Goltz. Das Objekt stammt von Paul Wunderlich, einem sehr bekannten und begehrten Künstler, der die Stilrichtung des Fantastischen Realismus prägte. Die Skulptur entstand 1987 und wurde in einer Auflage von 150 Stück hergestellt.

"Bares für Rares"-Experte lässt Lichter zappeln

Stolze 3700 Euro hätten die Verkäufer gerne für das Objekt. "Das ist der Wunschpreis unserer Freundin", sagt Zühr. Experte Schulte-Goltz spannt Moderator Lichter zunächst auf die Folter. "Paul Wunderlich wird sehr geschätzt, er ist in vielen Museen zu finden", führt er aus. Deshalb sei die Skulptur, obwohl sie in einer höheren Auflage gefertigt wurde, mit 4500 bis 5000 Euro zu datieren. "Ich hatte sowas im Blut", sagt Horst Lichter. Doch was sagen die Händler dazu?

Bares für Rares: Moderator Horst Lichter

Julian Schmitz-Avila hat sofort den richtigen Riecher. "Das könnte von Wunderlich sein", sagt der Händler über die Skulptur. "Sieht für mich fast schon so aus, als sei es von Star Trek." Er startet mit 1000 Euro. David Suppes erhöht auf 1500 Euro und schließlich auf 2550 Euro. Damit wähnt er sich schon am Ziel, doch Schmitz-Avila steigt nochmal ein und bietet 2600 Euro. Doch Suppes bleibt hartnäckig. "Ich biete ihnen 3000 Euro." Zühr und Bredehorst sind einverstanden.

Mit guten Nachrichten fahren die Verkäufer nach Hause. "Wir sind froh, dass wir für unsere Freundin die Schmerzgrenze erreicht haben."

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