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ZDF-Satiresendung "heute-show": "Das Weltklima ist ein vollgesch... WG-Klo": Carolin Kebekus nimmt das Klimapaket aufs Korn

Das Klimapaket der Großen Koalition erregt nicht nur die Gemüter vieler "Fridays for Future"-Aktivisten. Auch die ZDF-"heute-show" nimmt sich des Themas an – und fällt ein vernichtendes Urteil.

"heute-show" Carolin Kebekus zum Klimapaket

"heute-show": Carolin Kebekus nimmt die deutschen Bürger und das Klimapaket aufs Korn

Allein in der Hauptstadt Berlin liefen am Freitag etwa 270.000 Menschen und demonstrierten friedlich für einen besseren Klimaschutz. In ganz Deutschland sollen es 1,4 Millionen "Fridays for Future"-Anhänger gewesen sein. Zahlen, die die Politik nicht nur aufrütteln, sondern auch sorgen sollten. Doch das von der Groko vereinbarte Klimapaket lässt viele Menschen unzufrieden zurück. 

Das Klimapaket der Groko: Für die "heute-show" zu wenig

stern-Wirtschaftsreporter Andreas Hoffmann nennt die Bemühungen in seinem Kommentar "zu zaghaft" und "halbherzig".

Die ZDF-Satiresendung "heute-show" geht noch einen Schritt weiter. Moderator Oliver Welke nennt es "mutlosen Klimaschutz für zu viel Geld". Dass sich diese "gottverdammte Heldentruppe" – wie er die Groko-Verantwortlichen um Angela Merkel nennt – erst so spät zusammensetzt und versucht, einen Plan aufzustellen, ist in seinen Augen nicht zu verstehen. "Der Show-Anteil in der deutschen Politik wird mir persönlich langsam zu hoch", sagt Welke.

"Natürlich wird echter Klimaschutz auch wehtun", erklärt er. Warum viele deutsche Politiker das Thema allerdings trotzdem mit Samthandschuhen anfassen und immer wieder betonen, Klimaschutz solle Spaß machen und Freude verbreiten, dafür hat die "heute-show" eine Erklärung: "Die haben panische Angst vor uns Wählern", stellt Welke klar. Nur deshalb gebe es im neuen Klimapaket kaum Verbote. Die seien aber, da sind sich die Forscher sicher, bitter nötig. "Wir brauchen radikale Ansätze", fordert Welke.

Carolin Kebekus zeigt als Forscherin die Fehler der Bürger auf

Es sei allerdings schwierig, radikale Ansätze durchzusetzen, weil die deutschen Bürger diese vermutlich nicht umsetzen würden. Das zeigt Komikerin Carolin Kebekus als Forscherin in ihrem Sketch auf. "Nur der Homo Sapiens kann von etwas total überzeugt sein und trotzdem das exakte Gegenteil machen", sagt sie belustigt. "So sind wir Menschen einfach. Wir regen uns auf, dass alle so viel fliegen, während wir auf dem Handy eine Woche Mallorca für 39,90 buchen", sagt sie. "Wenn auch nur die leise Möglichkeit besteht, andere könnten das Problem lösen, dann machen wir selber nichts mehr." 

Als Beispiel nimmt "heute-show"-Forscherin Kebekus das Beispiel von drei WG-Mitbewohner, die sich einigen müssen, wer von ihnen freiwillig die dreckige Toilette putzt. "Ja, der Versuch läuft jetzt seit sechs Monaten", resümiert sie und bringt es dann gewohnt satirisch auf den Punkt: "Man könnte auch sagen, das Weltklima ist ein vollgeschissenes WG-Klo, von dem wir Deutschen finden, das sollen gefälligst die Chinesen sauber machen, weil die doch viel öfter auf dem Pott waren." 

Damit sich etwas ändere, müssten die Bürger unmittelbare Konsequenzen spüren – das Klimapaket der Groko ist da der falsche Schritt.

ls