HOME

"Popstars": Drei Sternchen für "Monrose"

Seit Monaten suchen Jury und Zuschauer in der Fernsehshow "Popstars" drei Sternchen für eine Girl-Band. Jetzt ist die Wahl gefallen - auf Senna, Bahar und Mandy. Es sind nicht die drei, die vergangene Woche voreilig auf einem CD-Cover bei Amazon auftauchten.

Für drei Mädchen ist der Traum vom Leben als Popstar wahr geworden. In der gleichnamigen Castingshow auf Pro Sieben hatten sich Senna Gammour (26) aus Frankfurt/Main, Bahar Kizil (18) aus Freiburg und die 16-jährige Mandy Capristo aus dem südhessischen Bürstadt gegen knapp 5200 weitere Kandidatinnen durchsetzen können. In der Finalshow am Donnerstagabend in Köln mussten insgesamt sechs Mädchen um einen Platz in der Band "Monrose" bangen. Während Senna und Bahar bereits von der Jury um Popikone Nina Hagen in die Gruppe gewählt wurden, musste Mandy auf die Telefonentscheidung der Fernsehzuschauer warten. Die erste Single der Band, die Ballade "Shame", wird am 1. Dezember veröffentlicht.

An Muslimin spalten sich die Meinungen

Während der Finalshow hatte die Jury bereits zwei Kandidatinnen aus dem Rennen geschickt, bevor die Zuschauer per Telefon entscheiden konnten, wer als dritte zu "Monrose" gehören wird. "Es bricht mir das Herz", sagte Jurymitglied und Musikproduzent Dieter Falk, als er die 20 Jahre alte Kati aus München aus der Show werfen musste. Dafür erntete er Buhrufe aus dem Publikum. Allerdings räumte er ein, Kati habe große Chancen als Solokünstlerin, und er wolle ihr dabei "alle Steine aus dem Weg räumen".

Die 20 Jahre alte Kölnerin Romina hatte als letzte Kandidatin den Einzug in die Mädchenband verpasst. "Ganz ehrlich, ich bin nicht traurig, nicht in der Band zu sein", sagte sie gefasst nach der Live-Sendung. "Ich bin dankbar für die Zeit, die ich hier erleben durfte." Die Frankfurterin Senna dankte "dem Herrn, dass er mir die Kraft gegeben hat, dies alles hier durchzustehen". Die gläubige Muslimin sei eine Frau, "an der sich die Meinungen spalten", versicherte Produzent Falk.

Unmut in der Fangemeinde

Der Gesangswettbewerb begann vor sechs Monaten mit 5189 Mädchen. Die Jury mit Nina Hagen, Choreograf Detlef D. Soost und Musikproduzent Falk musste eine kleinere Gruppe auswählen, die sich später neben Gesang auch in Tanz und Fitness behaupten musste. In die Schlagzeilen geriet "Popstars" am vergangenen Freitag, als eine der 20 möglichen Gruppenkonstellationen als Cover beim Onlinehändler Amazon auftauchte und unter der Fangemeinde für Unmut sorgte. Die Show wurde auch für Pro Sieben zum Erfolg. Rund 3,5 Millionen Zuschauer verfolgten die Entwicklungen der Sängerinnen.

Mit der fünften Staffel möchten die Produzenten von "Popstars" an den Erfolg der ersten TV-Castingband anknüpfen. Vor sechs Jahren stürmten die "No Angels" die Charts und verkauften über 5 Millionen Tonträger.

DPA / DPA