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"The Voice of Germany" Powerfrauen und Gänsehautfeeling


Die Entscheidung ist gefallen: Nach der zweiten Liveshow von "The Voice of Germany" stehen alle Kandidaten für das Halbfinale fest. stern.de hat den Abend zusammengefasst.
Von Dominik Brück

Jetzt stehen alle Kandidaten für das Halbfinale fest: In der zweiten Liveshow der aktuellen Staffel von "The Voice of Germany" wurden die letzten Teilnehmer für die nächste Runde ausgewählt. Für alle, die es nicht geschafft haben, die dreistündige Musikshow live zu verfolgen, haben wir das Wichtigste zusammengefasst.

Die Überraschung des Abends

Wartete gleich zu Beginn der Sendung auf die Zuschauer. Zusammen mit den Kandidaten standen Mitglieder der "Blue Man Group" auf der Bühne: Ein großartiger Auftakt!

Das beste Outfit

Auch wenn sie es nicht ins Halbfinale geschafft hat, zeigt Thorunn auf jeden Fall das schillerndste Outfit - und das im wahrsten Sinne des Wortes. Während ihres Songs werden plötzlich die Scheinwerfer direkt auf sie gerichtet. Ihr reflektierendes Kleid beginnt hell zu strahlen. Das sieht nicht nur in der Show fantastisch aus, sondern hat das Potenzial bald auch in jedem Club Trend zu werden.

Das schlechteste Outfit

Der Stil der Achtziger mag ja wieder im Kommen sein, es gibt aber Kleidungsstücke, die besser im vergangenen Jahrhundert bleiben - Aalijahs Schlaghose gehört eindeutig dazu. Das bunte Muster erinnert mehr an die alten Vorhänge meiner Mutter, als an etwas, mit dem man sich auf die Bühne wagen würde. Man kann das mutig nennen, oder einfach als Fehlgriff akzeptieren.

Die beste Stimme

Ohne Frage, die Stimmen aller Talente sind auf ihre Art und Weise großartig. Gegen einen Mann müssen sich aber alle geschlagen geben: Michael Buffer! Statt dem bekannten "Let's get ready to rumble" heißt es in einer kurzen Liveschaltung zum Veranstaltungsort des heutigen Boxkampfes "Welcome to the Voice of Germany". Die unverwechselbare tiefe Stimme und die lang gezogene Aussprache bleiben - einfach Kult.

Mein persönliches Highlight des Abends

Ich bin im Fernsehen - oder zumindest einer meiner Tweets auf Twitter. Auf einer Leinwand im Studio wird regelmäßig eingeblendet, was über die Show geschrieben wird. Gleich zu Beginn sieht man tatsächlich einen meiner Tweets auf dem Bildschirm. So fühlen sich zehn Sekunden Ruhm also an.

Bester Auftritt

Definitiv die energiegeladene Show von Rockerbraut Yvonne: Ihre Performance zu dem Song "Weak" ist alles andere als schwach. Immer in Action bewegt sie sich über die Bühne, läuft zum Publikum und legt ihre ganze Power in den Auftritt. Der geht richtig ab und macht Lust darauf mehr von ihr zu sehen. Bei "The Voice of Germany" können wir das leider nicht mehr: Yvonne kann sich nicht gegen den stimmlich überlegenen Chris durchsetzen - wir haben aber bestimmt nicht das letzte Mal von der rockigen Powerfrau gehört.

Der nervigste Moment

Eigentlich soll es bei der Show um Musik gehen. Leider steht viel zu oft die Vermarktung der Sendung im Vordergrund. Am nervigsten: Der ständige Hinweis auf das Ziel, eine Million Facebook-Likes zu erhalten. Man möchte alleine schon deshalb auf "Gefällt mir" klicken, um nicht wieder daran erinnert zu werden. Lasst die Talente doch einfach singen und kümmert euch weniger um das Drumherum!

Der Gänsehautmoment

Emily hat mich mit den ersten Tönen ihrer wundervollen Ballade "Walzer für niemand" sofort gefesselt. Sie legt so viel Gefühl in ihre Stimme, dass ich wie gebannt auf den Bildschirm starre und wirklich Gänsehaut bekomme. Davon will ich unbedingt mehr sehen - und vor allem hören.

Die größte Fehlentscheidung

Gab es nicht. Die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden und alle Talente haben eine gute Figur gemacht. Trotzdem gab es keine strittige Entscheidung: Die Coaches haben ihre Punkte fair verteilt und die Talente mit der besten Kombination aus Bühnenpräsenz und Stimme ins Halbfinale geschickt. Caro, Chris, Peer und Emily verdienen es ohne Frage weiterzukommen. Trotzdem wäre es schön, den ein oder anderen ausgeschiedenen Kandidaten anderswo wieder auf einer Bühne zu sehen.

Der langweiligste Moment

Waren definitiv die Abstimmungen des Publikums. Es kamen immer die Kandidaten weiter, die auch von den Coaches favorisiert wurden. Der Versuch, durch die Zuschauerabstimmungen künstlich Spannung aufzubauen, ist einfach nur langweilig und ermüdend. Wenn das Votum des Publikums wirklich interessant sein soll, muss der Einfluss der Coaches geringer sein.

Der nervigste Nena Moment

Nena zuzuhören ist zuweilen sehr anstrengend. Formulierungen wie "Ich kann nicht aufhören zu smilen" sind nervig. Leider schafft Nena es solche Sätze am laufenden Band zu produzieren. Vielleicht ist das einfach ihre Art und vielleicht mögen ihre Fans sie genau so - für mich ist ihre gezwungen künstlerische Ausdrucksweise aber schwer auszuhalten. Es wäre schön, wenn sie wie die anderen Coaches einfach nur ihre Meinung sagen könnte.


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