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"Wie gut ist unser Fleisch?": Nelson Müller stellt die Qualitätsfrage

Jeder Bundesbürger verspeist jährlich im Durchschnitt 65 Kilogramm Fleisch. Sternekoch Nelson Müller ist nun für das ZDF der Frage nachgegangen, wie gut unser Fleisch eigentlich ist.

Ob Gammelfleisch oder Pferdefleisch: Über tierische Nahrungsmittel geraten oft erschreckende Erkenntnisse ans Tageslicht und werden wochenlang in der Öffentlichkeit diskutiert. Der Fleischkonsum in Deutschland hat dementsprechend abgenommen - aber dennoch verzehrt der Bundesbürger unverdrossen jährlich noch etwa 65 Kilogramm pro Kopf.

Sternekoch Nelson Müller hat in seiner neuesten ZDF-Reportage an diesem Dienstag gefragt: "Wie gut ist unser Fleisch?". Es ist bereits sein vierter Auftritt in diesem Jahr, denn nach seiner Doppel-Premiere mit dem Thema "Wie gut ist Billig-Bio?" (3,18 Millionen Zuschauer) am 12. Februar und "Wie gut sind No-Name-Lebensmittel?" (4,14 Millionen) schöpfte das ZDF Hoffnung.

Denn der Sendeplatz dienstags um 20.15 Uhr gilt als Problemzone im Zweiten, während die ARD mit ihrem Serien-Doppelpack einen Großteil des Publikums hinter sich weiß und auch RTL zum Teil noch mit Krimiserien viele Zuschauer erreicht. Doch auch Nelson Müllers Anziehungskraft ist überschaubar: Sein dritter Beitrag, "Wie gut sind Fertiggerichte?", erreichte vergangenen Dienstag 2,50 Millionen Zuschauer - bei allerdings überwiegend schönem Wetter. Mit der letzten Ausgabe konnte sich Müller nun allerdings gegen die Serienübermacht von ARD und RTL behaupten. 3,31 Millionen Zuschauer sahen die Reportage. Das entspricht einem Marktanteil von 11,1 Prozent.

Grillen für die Wissenschaft

Passend zur Grillsaison wurde jetzt das Thema Fleisch behandelt. Wie gut ist das Fleisch aus dem Supermarkt? Kann es mit der Metzgerware mithalten? Und haben die Produzenten aus den Fleischskandalen gelernt? So lauten die Fragen, die der Essener Koch in den Mittelpunkt stellte. Nelson Müller besuchte Bauern und Großkonzerne und untersuchte die Umweltschäden der Fleischproduktion.

Beispiel Schweinenacken: Er gilt als das beliebteste Grillfleisch der Deutschen. Der Supermarkt macht es dem Verbraucher einfach. Dort liegt das Fleisch fertig zubereitet und abgepackt. Ist es dort günstiger zu bekommen, ist die Qualität beim Metzger besser? Müller verglich die Angebote und prüfte, ob Fleischessen wirklich ungesund ist. Beim Grillen sammelte er Fleischproben und ließ sie auf Acrylamid und krebserregende Substanzen untersuchen.

Und die Fleischproduktion als Klimafeind? Müller erläuterte, dass die Haltung von Schwein, Huhn und Rind höchst unterschiedliche Auswirkungen auf unser Ökosystem hat.

kgi/DPA / DPA