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"Bares für Rares" Das wird teuer – Fabian Kahl macht entscheidenden Fehler im Händlerraum

Fabian Kahl steht im Händlerraum von Bares für Rares in Pulheim und schaut in die Kamera
Ihm passieren selten Fehler: "Bares für Rares"-Händler Fabian Kahl kennt die Preise im Antikmarkt sehr genau. Er betreibt einen Onlinehandel.
© ZDF
Bei "Bares für Rares" stehen zwei Figuren zum Verkauf. Der Besitzer weist im Händlerraum auf ein Manko hin - doch Fabian Kahl hört offenbar nicht zu.

Er hält sie für Figuren aus Bronze: Klaus Kopp aus Ulm kommt mit zwei Erbstücken zu "Bares für Rares". "Die habe ich geerbt von meinem Vater", sagt der 61-Jährige in der ZDF-Trödelshow über die beiden Statuen. Seit er denken könne hätten die Figuren im Wohnzimmer gestanden – doch jetzt verstauben sie nur noch. Kopp hofft, die Stücke an einen Sammler verkaufen zu können.

"Ich habe auch gedacht es ist Bronze. Es ist aber keine", klärt "Bares für Rares"-Expertin Friederike Werner auf. Es handle sich um einen Kunststoff, der im weitesten Sinne unter Bakelit bekannt sei. Trotzdem seien die Figuren sehr aufwendig gearbeitet. "Bestimmt war der Aufwand nicht geringer als bei einer Bronze." Die dargestellten Ritter wurden 1924 gefertigt. Im Original stehen sie in einem Ulmer Brunnen, es handelt sich also um eine Replik.

"Bares für Rares"-Expertin weist auf Manko hin

200 Euro pro Figur wünscht sich Besitzer Kopp – also 400 Euro. Doch Expertin Werner weist auf ein entscheidendes Manko hin: "Wo ist denn der dritte Ritter?", fragt sie, denn im Original handele es sich um drei Figuren. Doch die ist leider nicht vorhanden. Trotzdem hält die Sachverständige 300 bis 400 Euro für angemessen. "Wären sie aus Bronze, wären sie 700 bis 800 Euro wert", ergänzt sie. Was sind die Händler bereit zu zahlen?

Händler von Bares für Rares: Horst Lichter präsentiert die Erfolgsshow im ZDF

Fabian Kahl überprüft die Figuren. "Das ist Kupferblech", ist der Thüringer überzeugt und widerspricht damit der Expertin. Auch Kollege Julian Schmitz-Avila findet Gefallen an den Statuen und startet mit einem Gebot von 300 Euro. Es kommt zum Bietergefecht mit Kahl. 320, 350, 260, 380, 400, 450, 460 Euro – die Gebote übertreffen schnell die Expertise. Doch Besitzer Kopp pokert: "Ich hätte gerne 500 Euro." Kahl will sich darauf jedoch nicht einlassen. "Ich bleibe bei 460 Euro." Der Besitzer ist einverstanden.

"Ich wäre noch dabei gewesen, wenn die Figuren vollständig und es drei gewesen wären", erklärt Schmitz-Avila nach dem Deal. "Warum drei?", fragt Kahl verwundert. Offenbar hatte er bei der Erklärung nicht zugehört, bei der Kopp zugab, dass eine Figur fehle. Ein teurer Fehler für Kahl, Glück für Verkäufer Kopp. Der fährt zufrieden nach Hause.

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Quelle: "Bares für Rares" vom 27. November 2020. Neue Folgen der Trödelshow gibt es von Montag bis Freitag um 15.05 Uhr im ZDF und vorab in der Mediathek zu sehen.

mai

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