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"Bares für Rares" Dieses Gemälde geht 2400 Euro unter Wert weg - warum es trotzdem ein guter Deal ist

Bares für Rares: Experte Colmar Schulte-Goltz, Moderator Horst Lichter, Verkäuferin
"Bares für Rares"-Experte Colmar Schulte-Goltz und Moderator Horst Lichter bestaunen das Gemälde von Katrin Knapp.
© ZDF
Bei "Bares für Rares" nehmen viele Verkäufer die Expertise als Schmerzgrenze. Doch wer seine Rarität los werden will, muss Kompromisse machen - wie bei diesem Pferde-Gemälde.

"Das ist mal das Gegenteil von Miniaturmalerei", sagt Horst Lichter beim Anblick des riesigen Gemäldes. Besitzerin Katrin Knapp aus Düsseldorf möchte das Familienerbstück im Auftrag ihrer Eltern bei "Bares für Rares" verkaufen. "Für unsere Familie bedeutet das Bild sehr viel, weil mein Vater damit aufgewachsen ist", sagt die 50-Jährige über das Gemälde, das mehrere Pferde auf einer Wiese zeigt. Die Verkäuferin hat eine bestimmte Preisvorstellung, doch die Expertise hält eine Überraschung parat.

"Das Gemälde stammt von Georg Karl Koch, ein deutscher Maler aus Berlin, der aus einer Künstlerfamilie kommt", sagt "Bares für Rares"-Experte Colmar Schulte-Goltz. Er habe gerne großformatige Bilder gemalt, die bevorzugt Jagdmotive zeigen würden. "Insofern ist das hier interessant, weil keine Personen auf dem Gemälde zu sehen sind, das macht es zeitlos", sagt der Experte, der das Bild auf 1910 datiert. "Ein ganz tolles Bild."

"Bares für Rares"-Experte liegt weit über Wunschpreis

Doch was ist es wert? "Mein Vater würde sich sehr über 3000 Euro freuen", sagt Verkäuferin Knapp. "Jetzt ist es raus." Doch Experte Schulte-Goltz liegt mit seinem Schätzpreis weit darüber, hält 5000 Euro für realistisch. Knapp jubelt: "Ich habe das gehofft, aber nicht erwartet. Jetzt müssen sich nur noch Pferdefreunde im Händlerraum finden.

Dort kommt das Bild gut an. "Ich beginne direkt vierstellig", sagt Julian Schmitz-Avila und startet mit einem Gebot von 1000 Euro. David Suppes erhöht auf 1500 Euro. "Ich kann mich gar nicht satt sehen", sagt er. Doch auch die anderen Händler bieten mit. Der Preis schießt nach oben. Bei 2550 Euro von Wolfgang Pauritsch scheint das Ende der Gebote erreicht zu sein, doch Kontrahent Schmitz-Avila steigt nochmal ein: "2600 Euro", ruft er – und erhält dafür den Zuschlag.

Das entspricht zwar nur knapp der Hälfte der Expertise, trotzdem ist es ein guter Deal für Händler und Verkäuferin. "Ich freue mich sehr, so viel Geld für meine Eltern erzielt zu haben."

mai

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