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"Bares für Rares": "Das hatten wir noch nie" – dieses Grusel-Objekt tut schon beim Anblick weh

Aua! Bei "Bares für Rares" steht ein kompletter Zahnarztstuhl aus den 50er Jahren zum Verkauf. Während Horst Lichter staunt, sind die Händler entsetzt. Doch das Grusel-Teil soll 1200 Euro wert sein.

Bares für Rares

"Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter staunt, Experte Sven Deutschmanek lächelt: Einen Zahnarztstuhl gab es in der Trödelshow noch nie. Für die ungewöhnliche Premiere sorgt Kai Faßbender.

ZDF

Das Objekt von Kai Faßbender weckt bei vielen "Bares für Rares"-Zuschauern wenig schöne Assoziationen. Der Unternehmer aus Bergheim kommt mit einem kompletten Zahnarztstuhl in die Sendung. "Stuhl, Bohrer, Lampe, Spucknapf – es ist alles da", sagt der 53-Jährige stolz. Moderator Horst Lichter ist fasziniert. "Das sowas hier mal auftaucht, hätte ich im Leben nicht gedacht", sagt er. Doch ist das Grusel-Teil überhaupt etwas wert?

"Es handelt sich um einen Zahnarztstuhl mit Geräten aus den 50er Jahren", erklärt "Bares für Rares"-Experte Sven Deutschmanek. Hersteller sei die Firma Ritter aus Karlsruhe, die diese Stühle komplett an Zahnärzte verkauft habe. Dann demonstriert Deutschmanek ein Detail, das bei vielen für blanken Horror sorgen dürfte: Der Bohrer wird noch per Seilzug von einem Motor angetrieben. "Jetzt stell dir mal vor, es wird gebohrt und der Riemen reißt", sagt Lichter mit schockiertem Blick. Doch das war damals Stand der Medizintechnik.

"Eine schöne Deko", sagt Verkäufer Faßbender zu seinem Zahnarztstuhl, den er im Internet für 500 Euro ersteigert habe. "Doch meine Frau sagte, das Ding oder ich", erzählt Faßbender. Er habe sich dann für die Frau entschieden. Sein Wunschpreis liege zwischen seinem Kaufpreis und 1500 Euro. Experte Deutschmanek liegt dazwischen: "Mein Schätzpreis liegt bei 1200 Euro." Doch die Händler sehen das ganz anders.

"Bares für Rares"-Händler halten sich zurück

Gruppenfoto der "Bares für Rares"-Experten

"Mir tut schon alles weh, wenn ich das sehe", sagt Elisabeth Nüdling und hält die Hände vors Gesicht. Auch die Herren in der Runde reagieren zurückhaltend. "Eine absolute Kuriosität", meint Julian Schmitz-Avila. "Ich find's verrückt und weiß nicht, was ich damit machen soll, aber ich biete 250 Euro dafür. "Ich gehe da nicht drüber", sagt Wolfgang Pauritsch. Wem soll er dieses Ding verkaufen? Das Höchstgebot ist erreicht. Verkäufer Faßbender versucht auf 350 Euro zu pokern. Schmitz-Avila lässt sich auf den Deal ein.

Obwohl Faßbender 150 Euro Verlust mit dem Stuhl gemacht hat, ist er froh, ihn los zu sein. "Ein bisschen Lehrgeld, aber ich muss das Ding nicht mehr mit nach Hause nehmen." Und auch die Ehe ist gerettet.

mai