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"Bares für Rares" Oma und Enkel im Glück - ungeliebtes Gemälde entpuppt sich als Meisterwerk

"Bares für Rares"-Expertin Bianca Berding, Moderator Horst Lichter und Enkel und Oma Jan Bedenbecker und Anna Legner mit ihrem Gemälde.
"Bares für Rares"-Expertin Bianca Berding, Moderator Horst Lichter und Enkel und Oma Jan Bedenbecker und Anna Legner mit ihrem Gemälde.
© ZDF
Mit einem ungeliebten Familienerbstück kommen Oma und Enkel zu "Bares für Rares". Das Gemälde ist mehr wert, als beide dachten - und löst ein Bietergefecht aus.

Das Enkel-Oma-Team will eine Rarität zu Geld machen: Mit einem alten Gemälde kommen Jan Bedenbecker und Anna Legner aus Köln und Offenbach zu "Bares für Rares". "Niemand in der Familie will es haben. Es lag immer nur im Schrank", sagt die Großmutter über das Erbstück einer Tante. Deshalb soll es jetzt das Sparbuch des Enkels aufbessern. Doch ob das Gemälde überhaupt etwas wert ist, muss die Expertise klären.

"Es handelt sich um ein Aquarell von Ernst Michael Wagner", erklärt "Bares für Rares"-Expertin Bianca Berding. Das sei ein österreichischer Landschafts- und Architekturmaler gewesen. Das vorliegende Gemälde zeige die Villa Falconieri in Italien und sei 1924 gemalt worden. Außergewöhnlich sei der Rahmen, der älter als das Aquarell ist und aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts stammt. "Er ist sehr gut gefertigt."

"Bares für Rares"-Expertin übertrifft Erwartungen

200 Euro möchten Oma und Enkel gerne für das Gemälde. Doch die Expertin kommt zu einer höheren Schätzung. "Das Bild würde ich mit 400 Euro bewerten, den Rahmen mit 350", sagt Berding. Somit kommt sie auf einen Gesamtwert von 750 Euro. "Da krieg ich mehr Geld in die Spardose", freut sich Enkel Jan, der den Erlös mit seiner Schwester teilen muss. Aufgeregt gehen er und seine Oma in den Händlerraum.

"Es ist ein schönes Aquarell", bestätigt Kunsthändler Friedrich Häusser. "Das kann man sich aufhängen", findet auch Susanne Steiger und startet mit 400 Euro. Doch auch die anderen Händler sind interessiert. Fast alle bieten mit. Julian Schmitz-Avila scheint mit 830 Euro der Höchstbietende zu sein. Doch Häusser steigt nochmal ein. "Machen wir's glatt – 900", sagt er. Ein Bieterduell beginnt. Erst bei 1400 Euro von Schmitz-Avila steigt der Konkurrent aus.

"Fantastisch ist es gelaufen", freut sich Oma Legner. Mit so viel Geld habe sie niemals gerechnet. Und ihr Enkel rechnet stolz vor: "Das Doppelte von der Expertise – das habe ich auch noch nie erlebt."

mai

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