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"Bares für Rares" Sensation bei Horst Lichter: Verkäufer kommt mit 17.000-Euro-Gemälde in die Show

"Bares für Rares": Colmar Schulte-Goltz, Horst Lichter, Verkäufer Focken
"Bares für Rares"-Experte Colmar Schulte-Goltz und Moderator Horst Lichter können kaum fassen, dass Verkäufer Chris Focken mit einem Meisterwerk in die Show kommt.
© ZDF
Dieses Gemälde schreibt "Bares für Rares"-Geschichte: Ein echtes Meisterwerk steht in der Trödelshow von Horst Lichter zum Verkauf. 17.000 Euro ist es laut Expertise wert, doch im Händlerraum muss der Moderator eingreifen.

"Oha", sagt Horst Lichter, als er das beeindruckende Gemälde sieht. Chris Focken aus Bad Rothenfelde kommt mit einem Meisterwerk zu "Bares für Rares". "Das Bild gehört meinem Opa", sagt der Medientechnologe, der es zu seiner Hochzeit geschenkt bekommen habe. Er habe es schon einmal schätzen lassen, auch in einer Auktion war das Bild bereits. Doch jetzt will Focken die Meinung des "Bares für Rares"-Experten wissen. Der kann seine Begeisterung kaum zurückhalten.

"Es ist ein großartiges Meisterwerk", sagt Colmar Schulte-Goltz über das Stillleben, das den Titel "Mit Römer, Brot und Fisch" trägt. Das Gemälde sei eine einzigartige Komposition des niederländischen Malers Jan Fris. Angefertigt wurde es 1650 und es tauche in mehreren Büchern als Lehrstück monochromer Mahlzeitenbilder auf. "Das Eigenartigste ist das, was man rechts sieht", sagt der Experte. Vermutlich sei die Stelle einst von Fris übermalt worden, durch eine Restaurierung aber wieder aufgetaucht. Es handle sich um eine Schweinsblase, die Vergänglichkeit symbolisieren soll. "Es ist ein Schatz, ich bin sehr dankbar, dass das hier ist."

"Wir stellen uns ungefähr 10.000 Euro vor. Das ist sehr viel", sagt Besitzer Focken. Doch Schulte-Goltz kann die Preisvorstellung nicht schocken. Weil das Gemälde oben abgeschnitten wurde, um es in eine quadratische Form zu bringen, sei es vermutlich in der Auktion durchgefallen. Trotzdem geht der Experte von einem Wert von 17.000 Euro aus. "Wahnsinn", freut sich Focken. Doch sind die Händler bereits, so viel Geld zu bezahlen?

"Bares für Rares"-Händler zunächst ratlos

"Das ist ja mal was", sagt David Suppes über das Gemälde. Doch da es kein Gutachten zu dem Bild gibt, sind die Händler ratlos, mit welchem Gebot sie starten sollen – bis Horst Lichter eingreift. Nur selten lässt der Moderator sich im Händlerraum blicken, um den Verkäufern zu helfen. Doch bei diesem Meisterwerk sieht er sich als "Joker". "Es war das erste Mal in vielen Jahren, wo ich bei der Expertise Bauklötze gestaunt habe", sagt er und erklärt, dass erst bei der Säuberung des Bildes die wahre Bedeutung zum Vorschein kam.

Suppes startet mit 7.000 Euro, Schmitz-Avila erhöht auf 12.000 Euro. Doch davon lässt sich Suppes nicht beeindrucken und erhöht auf 15.000 Euro. Verkäufer Focken pokert. "Wollen wir 15.500 Euro machen?" Suppes ist einverstanden. Allerdings hat er nicht genug Bargeld dabei. "Ich zahlen Ihnen 5000 Euro in bar und den Rest per Überweisung." Focken ist glücklich. Er hat 5500 Euro mehr bekommen als sein Wunschpreis. Sein Gemälde wird "Bares für Rares"-Geschichte schreiben. Es ist eines der teuersten Kunstwerke, das jemals in der Show verkauft wurde.

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