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"Bares für Rares" Händler im Bieterwahn: Diese Vogelscheuche bringt viel mehr als erwartet

Bares für Rares: Wendela Horz, Horst Lichter, Eleonore Wittke
"Bares für Rares"-Expertin Wendela Horz erklärt Moderator Horst Lichter und Eleonore Wittke, was sie über die Vogelscheuchen-Brosche weiß.
© ZDF
Eine kleine Brosche steht bei "Bares für Rares" zum Verkauf. Das Schmuckstück in Form einer Vogelscheuche scheint zunächst nicht viel mehr als das Material wert zu sein. Doch dann drehen die Händler durch.

"Ich weiß nicht genau, was es darstellt", sagt Eleonore Wittke ratlos. Die 68-Jährige aus Kusterdingen kommt mit einer ungewöhnlichen Brosche zu "Bares für Rares". "Es könnte ein Pirat sein", rätselt sie über die kleine Figur, die sie vor vielen Jahren von einem Freund geschenkt bekam. Doch das Schmuckstück stellt etwas ganz anderes da.

"Einen lustigen, interessanten Gesellen haben Sie da mitgebracht", sagt "Bares für Rares"-Expertin Wendela Horz. Es handle sich um eine in Australien gefertigte Figur in Form einer Vogelscheuche. "Diese Darstellung war in den 50er Jahren sehr beliebt", sagt die Sachverständige, auch weil der Film "Der Zauberer von Oz", in dem eine Vogelscheuche vorkam, noch immer populär war. Hergestellt habe sie der deutsche Auswanderer Rudy Cherny, die in den 1940er Jahren in Australien eine Schmuckfirma gegründet hatte. Die Brosche sei aus 750er Gold und emailliert. "Sehr liebevoll gemacht", schwärmt Horz und zeigt Details wie die Handschuhe und das Strohgesicht der Figur.

"Bares für Rares"-Expertin enttäuscht mit Schätzung

500 Euro hätte Verkäuferin Wittke gerne für die Brosche, auch weil es sich um echtes Gold handele. Doch der Goldankaufswert liegt in Wahrheit darunter. "Wir sind hier bei 300 Euro", sagt Horz. Da die Brosche kleine Beschädigungen aufweise liege ihr Schätzpreis nur leicht darüber: "Zwischen 450 bis 500 Euro." Was sie nicht ahnt: Die Händler werden sich um die Vogelscheuche reißen.

"Ein lustiger Kamerad", sagt Elisabeth Nüdling, die begeistert von der Brosche ist. Schon ihr erstes Gebot liegt über der Expertise: "Ich starte mit 600 Euro." David Suppes bietet 700 Euro und es entsteht ein Bieterduell zwischen den beiden. Beim Stand von 900 Euro steigt Julian Schmitz-Avila ein. Er bietet 1000 Euro, doch Nüdling lässt nicht locker. Für 1150 Euro erhält sie schließlich den Zuschlag, "Wie witzig, das habe ich noch nie gesehen", freut sich die Händlerin.

Auch Verkäuferin Wittke ist glücklich. Sie hat mehr als das Doppelte erhalten. "Das ist super."

mai

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